Die dümmsten Ausreden von Doping-Sündern

Ex-Radprofi Lance Armstrong hat in einem aufgezeichneten TV-Interview eine Doping-Beichte abgelegt. Dies, nachdem er während Jahren jeden Verdacht von sich gewiesen hatte. Sportler griffen in der Vergangenheit immer wieder zu bizarren Ausreden.

Ex-Radprofi Lance Armstrong hat in einem aufgezeichneten TV-Interview eine Doping-Beichte abgelegt. Dies bestätigte die US-Star-Talkerin Oprah Winfrey, die das Gespräch mit dem 41-jährigen Texaner geführt hatte.

Bevor klar ist, mit welchen Worten sich Armstrong aus dem Schlamassel redet, werfen wir einen Blick zurück. Immer wieder haben Sportler in der Vergangenheit teilweise absurde Entschuldigungen für Dopingkonsum an den Haaren herbeigezogen.

Fall 1: Tennisspielerin Martina Hingis

Hingis wurde in Wimbledon bei einer Dopingkontrolle positiv auf Kokain getestet. Während Tagen versuchte sie sich vom Vorwurf zu befreien und behauptete:

« Jemand hat es mir in den Fruchtsaft getan. »

Die B-Probe aus Wimbledon bestätigte aber den Verdacht. «Ich habe mich beraten lassen, dass sich so ein Streit über Jahre hinziehen kann. Und ich will nicht soviel Zeit damit verbringen, gegen die Anti-Doping-Instanzen kämpfen zu müssen», sagte Hingis. Damit gestand sie indirekt den Vorwurf und beendete ihre Karriere.

Fall 2: Radfahrer Jan Ulrich

Ullrich fiel einst mit Amphetaminen auf und gab sich als ahnungsloser Junge vom Lande.

« Irgendwer hat mir in der Disco zwei Pillen angedreht. Keine Ahnung, was da drin war, aber ich habe sie halt in meiner Dummheit geschluckt! »

Er gab den Konsum zu.

Fall 3: Mountainbikerin Ivonne Kraft

Die Mountainbikefahrerein sagte 2007, der Asthma-Inhalator ihrer Mama sei in ihrem Beisein explodiert. «Vor Schreck hab ich 'huch' gesagt und wohl versehentlich etwas inhaliert.»

Fall 4:  Radfahrer Tyler Hamilton

Hamilton wurde des Blutdopings überführt, hatte aber zum Glück eine schlüssige Erklärung parat:

« Ich bin ein Mischwesen, die fremden Zellen in meinem Körper werden von den Stammzellen meines vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders produziert. »

Auch dieser Abstecher in die Untiefen der Biologie halfen Hamilton nicht.

Fall 5: Fussballer Adrian Mutu

Er verteidigte seine Kokain-Einnahme mit dem Verweis auf erhoffte Potenzsteigerungen: «Der einzige Grund, weshalb ich dies gemacht habe, war der Wunsch, meine sexuelle Leistung zu verbessern.» Leider ungeklärt bleibt die Frage, ob er mit Kokain denn die gewünschte Wirkung erzielte.

Fall 6: Langstreckenläufer Dieter Baumann

Deutschlands Top-Langstreckenläufer Dieter Baumann gab nach positiven Tests an, unbekannte Täter hätten ihm die Substanzen in seine Zahnpasta gemischt.

Fall 7: Radprofi Andreas Kappes

Er probierte es mit der Schwangerschafts-Ausrede: Er will 1997 versehentlich Appetitzügler seiner schwangeren Frau eingenommen haben.