7 Gründe, warum die Toten Hosen so erfolgreich sind

Aus purem Zufall füllt man das Zürcher Letzigrund-Stadion nicht. Rund 50'000 Zuschauer werden am Samstag, 15. August 2015 zum Konzert der Toten Hosen erwartet. Wir schlüsseln mal auf, weshalb die Band aus Düsseldorfer derart beliebt ist.

Campino

Bildlegende: Campino verausgabt sich mit 53 Jahren noch immer bei jedem Konzert. SRF 3

1. Kontinuität

Die Toten Hosen gibt es seit 33 Jahren. In dieser Zeit lässt sich eine grosse Fanbasis aufbauen. Eine Band, die es nur drei Jahre gibt, schafft das nie. Die Toten Hosen waren auch nie weg. Sie veröffentlichten regelmässig Platten und bei den Bandmitgliedern gab es nur am Schlagzeug mehr als einen Wechsel.

2. Monsterhit

Ihr letztes Album «Ballast der Republik» ist auch ihr erfolgreichstes - bis heute. Massgeblich dazu beigetragen hat der Song «Tage wie diese», ein Monsterhit im Stadionformat. Er war die heimliche Nationalhymne der deutschen Fussball-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft 2012. Das Entscheidende aber ist: Mit diesem Song haben die Toten Hosen ein neues und junges Publikum gewonnen.

Albumcover «Ballast der Republik», 2012.

Bildlegende: Hit-Album: «Ballast der Republik», 2012. PD

3. Authentizität

Die Toten Hosen sind eine ehrliche Band. Sie leben was sie singen. Sie stehen zu ihren Fehlern und Schwächen. Campino sagt sogar: «Wir sind bessere Freunde als Musiker». Die Toten Hosen wissen: Lügen haben kurze Beine. Es ist immer besser, wenn man offen zu seinen Anhängern ist. Ehrliche Bands haben treue Fans.

4. Live-Show

Die Konzerte der Hosen sind berühmt-berüchtigt. Nicht nur weil Campino gerne rumklettert, sondern weil sie immer alles geben. Sie spielen nie mit angezogener Handbremse. Das hat sich herumgesprochen. Es lohnt sich, immer wieder an Konzerte der Toten Hosen zu gehen.

5. Engagement

Die Toten Hosen sprechen nicht nur über Afrika, sie fahren auch hin. Sie sind nicht nur gegen Nazis, sie singen auch gegen Nazis. Sie sind nicht nur Fan von Fortuna Düsseldorf, sie unterstützen den Fussballverein auch finanziell. Und ja, sie sammelten mit «Band Aid 30» für Ebola-Opfer. Auch wenn sie dafür Kritik einstecken mussten, sie stehen dazu.

Die Toten Hosen beim «Echo» 2013.

Bildlegende: Mit Preisen überhäuft: Die Toten Hosen beim «Echo» 2013. Keystone

6. Campino

Unbestritten: es hilft der Band, dass Campino auch mit 53 immer noch so gut aussieht. Campino ist und bleibt ein Sympathieträger. Er ist nicht arrogant, sondern geerdet. Er ist selbstironisch, ab und zu schon fast demütig und immer auf Augenhöhe mit den Fans. So einen Leader wünscht sich jede Band.

7. Vom Punk zum Pop

Der grosse Erfolg der Toten Hosen hat aber auch damit zu tun, dass sie schon in den 80er Jahren vom Punk zum Stadionrock gewechselt haben. So radiogen wie heute klangen sie noch nie. Wären sie dem Punk treu geblieben, hätten die Toten Hosen nie ein so grosses Publikum gefunden. Heute sind ihre Songs für alle zugänglich.

Das Konzert der Toten Hosen live auf SRF 3: Wir übertragen ihren Auftritt in Zürich am Samstag, 15. August ab 20 Uhr im Radio.

Sänger Campino ist am Tag davor, am Freitag, 14. August, von 15.30 bis 16 Uhr live zu Gast bei SRF 3.