Goldstatus: Die wahren Helden des OpenAirs St. Gallen

Seit ihrem 16. Lebensjahr gibt es für diese Festivalgänger am letzten Juni-Wochenende nur eine Destination: Das Sittertobel. Das OpenAir St.Gallen verpassen sie nur, wenn's wirklich, wirklich sein muss – beispielsweise fürs Kinderkriegen.

FC St. Gallen Tschäpper, St. Pauli Shirt und auf dem Weg zur St. Galler Kultpunkband Knöppel. Abgesehen von den grauen Höörli im Bart geht Stefan seit 30 Jahren immer noch gleich ans OpenAir St.Gallen, wie damals mit 16 Jahren. Stefan, wir sind Fan.

Stefan

Bildlegende: Als wärs gestern gewesen: Herbert Grönemeyer war vor 28 Jahren im Sittertobel. Stefan auch. SRF/Noëlle Guidon

Amore für alle

Es war Hammer, das weiss Claudia noch: «Es hatte Schlamm, ich musste mich übergeben und hab mich obendrauf noch verliebt. Einfach ganz viele Emotionen!» Das war vor 17 Jahren. Das mit den Emotionen habe sich seither nicht verändert, sagt ihr Festivalkumpan Chregi – auch schon seit eh und je am OpenAir St. Gallen: «Diese positive Energie und Liebe hier ist ein super Beispiel, dass alle lieb zueiander sein können. Einfach nur AMORE!» So true, lieber Chregi.

Chregi und Claudia verbreiten Liebe am Openair St. Gallen

Bildlegende: Amore für alle: Chregi und Claudia sind seit Teenie-Zeiten am Liebe verbreiten im Sittertobel. SRF/Noëlle Guidon

Buben für immer

Sie zelten auch noch mit 36 Jahren im Sittertobel «immer uf em gliiche Hügel esch Pflicht». Christoph und Johannes sind seit 19 Jahren fester Bestandteil des Festivals und haben im Sittertobel schon alles erlebt: verletzt, verliebt, verloren.

Zeltlaune

Bildlegende: Von wegen Zelten nur was für Teenies: Dänk auch mit 36 Jahren geht Campen tip top – Christoph und Johannes sind Profis. SRF/Noëlle Guidon

Unterbrochen wird nur fürs Kinderkriegen und Beinbrüche

Die ersten Konzerte von René und Emilija? Foo Fighters und Black Sabbath. Seit 19 Jahren pilgern die zwei ans OpenAir St.Gallen. Einzig beim Kinderkriegen (Emilija, 2x) und Beinbrüchen (René, 1x) machten sie Pause.

René und Emilija unterbrechen das Openair nur für die wichtigsten Dinge im Leben.

Bildlegende: René und Emilija unterbrechen das Openair nur für die wichtigsten Dinge im Leben. Noëlle Guidon / SRF

Es gibt Bier - und auch Musik

«Das erste OpenAir St. Gallen verbrachte ich zwischen Zelt und Milchstand», weiss Jeanine auch noch 21 Jahre später. Als frisch verliebter Teenager braucht's ja schliesslich auch nicht viel mehr als Luft, Liebe und was zum Zmorge. Die Liebe – ihr Mann Martin – ist seit damals an ihrer Seite am Openair. Für ihn ist es klar, warum sich das Openair immer wieder lohnt: «Es gibt Bier. Und Musik.»

Jeanine und Martin

Bildlegende: Liebe, Bier und bizli Musik: Mehr brauchen Jeanine und Martin seit Teenie-Zeiten nicht, um am OpenAir St. Gallen zu feiern. SRF/Noëlle Guidon

Festival ist Famillienzeit

Eigentlich sagen wir das Alter ja nicht so gerne, aber bei diesen zweien ist es so ein grosses Kompliment, wir müssen es tun. Barbara und Bruno sind über 60 und haben die Openairwelt NIE verlassen, ausser dann, wenn die Kinder kamen. Und wo sind die? Die sind auch alle am Openair.

Barbara und Bruno am Openair St. Gallen

Bildlegende: Seit OASG-Gründung sind Bruno und Barbara dabei. Ihre vier Jungs haben das Openair-Feeling mit der Muttermilch aufgenommen. Noëlle Guidon

Festival-Quereinsteiger: Ab 30 geht's erst los

Sie ist zwar ein Spätzünder, aber trotzdem eine grosse Heldin – mit 30 Jahren hat Melanie die Festivalwelt im Sittertobel entdeckt und kommt seit da erst recht jedes Jahr hierher zum abfeiern. Aber so richtig.

Melanie am Openair

Bildlegende: Quereinsteiger gibt's auch bei Festivals. Melanie hat die Festival-Luft erst mit 30 Jahren eingeatmet. Aber nun nie wieder ohne. SRF/Noëlle Guidon

Wenn das Haarband 30 Jahre hält..

Jürg kommt aus St. Gallen, ist als Helfer immer am Openair dabei und hat seinen Haarschmuck vor 30 Jahren von einer Dame bekommen. Das Bändeli fällt demnächst auseinander. Seine Energie, die reicht noch lange. Hero!

Haarschmuck mit Geschichte

Bildlegende: Haarschmuck mit Geschichte Noëlle Guidon / SRF

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