Sportfreunde Stiller: «...und sonst sind wir alle am Arsch.»

Sportfreunde Stiller-Sänger Peter ist eigentlich Berufsoptimist und geniesst das Leben auf Achse mit einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands. Wenn es aber um das Heil unseres Planeten geht, wird er nachdenklich und appelliert im Stichwort-Interview mit Tina Nägeli an mehr Gerechtigkeitssinn.

Natürlich fällt Peter Brügger, Frontmann der Indie-Rock-Band Sportfreunde Stiller, die Kulisse hinter ihm auf, als ihn Tina Nägeli auf sein Wohlbefinden anspricht: «Klar bin ich glücklich, weil ich mich hier im Paradies befinde!». Mit Rumantsch hat Peter aber trotzdem seine liebe Mühe, mit Schweizerdeutsch klappt's etwas besser. Die erste Zeile des Songs «Applaus Applaus» kann er sogar in unserer Sprache:

«  Isch mini Hand ä Fuscht, machsch du sie wider uf. »

Peter Brugger
Sänger von Sportfreunde Stiller

Und die Schweiz sonst so? «Neutral». Deutschland im Gegenzug? «Nicht neutral», lacht Peter. Es kann manchmal so einfach sein.

Die Hälfte des Lebens mit den Sportis unterwegs

Peter mit Tina.

Bildlegende: Peter mit Tina. SRF/Noëlle Guidon

«Meine Karriere», sagt Peter, «ist eher eine Geschichte». Eine Geschichte, die nun schon 21 Jahre andauert. Über zwei Jahrzehnte machen die Jungs gemeinsam Musik – die Hälfte von Peters Leben. Und wie sieht es mit einem Plan B aus, wenn das mit der Musik irgendwann vorbei ist? Den gibt's nicht – und hat's eigentlich nie gegeben. Peter hat nichts «gescheites» gelernt.

«Vielleicht müssen wir den Erdball retten»

Wenn es um die Frage nach dem Sinn des Lebens geht, wird auch Peter stutzig. Vielleicht ginge es ja darum, unsere Erde zu retten, vielleicht reiche es aber auch einfach, sich gegenseitig mehr Respekt zu zollen. Sein Fazit: «Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten müssen wir alle abschaffen. Sonst gehen wir alle in den Arsch.» Peters Wort in wessen auch immer Ohren.

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