Glosse: Skifahrer mit Migrationshintergrund

Die Sieges-Chancen der Schweizer Skifahrer sind überschaubar. Auch in Adelboden. Eine Analyse vom Beizentisch.

Zeichnung: Ein betrunkener Schweizer Ski-Fan und ein niedergeschlagener Schweizer Ski-Fahrer stehen vor verschneiter Berg-Kulisse. Der Ski-Fan lallt «Pirmiin». Der Skifahrer ärgert sich über zu viele Hunderstel, die er verloren hat.

Bildlegende: Weltcup-Rennen in Adelboden Am Chuenisbergli im Jahr 2013. SRF/ Stephan Lütolf

In einer Adelbodner Beiz erörtern zwei Ski-Experten den Ernst der Lage: Chäschpi (grösster Erfolg: Platz 4 beim Rennen «Dr schnellscht Skifux vo Obersaxen», Kategorie 8-jährige, 1971) und Hubi (418 Weltcup-Rennen in Serie als Zuschauer).

Hubi: Gopfriedschnäggli, ja hör mir doch auf mit den cheiben Schweizern Skifritzen. Die sollen doch alle nochmals den Stemmbogen üben.

Chäschpi: Wenn sie etwas können, dann den Stemmbogen. – Vreni,  machsch mer no en Schümli-Pflümli?

Hubi: Zwei!

Chäschpi: Hast du gehört? Alkohol darfst du jetzt nicht mehr mitnehmen an die Skirennen.

Hubi: Find ich nicht gut. Angetrunken würden sie vielleicht etwas flüssiger Slalom fahren.

Chäschpi: Nein, nicht für die Fahrer. Die Zuschauer sollen kein Alk mitnehmen. Wenn die Zuschauer schon Fahrer doppelt sehen...

Hubi: ...dann ist es ein Schweizer Fahrer, der ein- und überholt wird.

Vreni: Zweimal Schümli-Pflümli, bitteschön.

Hubi: Mässi. Was machen wir jetzt? Den Cuche zurückholen?

Chäschpi: Wir bürgern den Tagessieger automatisch ein. Und voilà: Wir haben einen Schweizer Ski-Helden.

Hubi: Ein Schweizer Ski-Held mit Migrations-Hintergrund. Proscht.