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Jeder Rappen zählt Rapper Knackeboul: «Die Leute haben sehr gerne Angst»

Schon mehrmals hat sich Entertainer Knackeboul öffentlich zur Flüchtlingsthematik geäussert. Er macht sich stark für Verständnis, Menschlichkeit und Offenheit. Deshalb hat er selber ein Asylzentrum in Aarau besucht. Bei Philippe Gerber in der Glasbox erzählte er von diesem Erlebnis.

Knackeboul: «Menschen haben sehr gerne Angst»

Im Asylzentrum traf der 32-jährige Berner eine syrische Familie an. Die Eltern teilten sich mit ihren zwei erwachsenen Söhnen ein einziges Zimmer. Auch für sie war dies eine Ausnahmesituation. «Diese Leute sind wie du und ich», betont Knackeboul. «Sie hatten einfach das Pech, in einem Krisengebiet zu leben.»

Knackeboul steht für Flüchtlinge ein

Knackeboul verkündet rappend den Spendenstand vom Samstagmorgen.
Legende: 1'676'963 Franken! Knackeboul verkündete den Spendenstand am Samstagmorgen rappend. SRF 3/Claudia Herzog

Der Musiker wehrt sich gegen Worte wie «Flüchtlingswelle». Es entstehe der Eindruck, es stünden massenhaft Menschen an der Grenze, die uns das Essen wegnehmen wollen. Knackeboul relativiert: Bei 50 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, landen verhältnismässig wenige Flüchtlinge bei uns in der Schweiz.

Warum also gibt es Vorbehalte gegenüber Asylsuchenden und Flüchtlingen? Knackeboul vermutet ein psychologisches Phänomen: «Leute haben sehr gerne Angst». Er selber habe auch Angst, klar, aber vor globalen Problemen, nicht vor diesen Menschen.

Knackeboul verkündet den Spendenstand

Der Freestyle-Rap in der Glasbox

2 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Spirig, Emmen
    SUPER Event
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Rapper Knäckebrot verharmlost die Situation. Es sind eben nicht all diese Leute "wie du und ich" - viele schleppen ihre ethnischen und vorallem religiösen Konflikte mit ein und sind schwer bis nicht integrierbar. Und es landen pro Kopf gerechnet eben nicht "wenige bei uns in der Schweiz", sondern relativ viele. Dazu kommt, dass Zehntausende von abgelehnten Asylanten von Frau Sommaruga und ihrem Dept. nicht ausgeschafft werden und somit Plätze für Neuankömmlinge fehlen.
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