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Alben des Jahres Best of 2019: Die Albumtipps unserer Musikexperten

Im Country Special auf SRF 1, im Reggae Special, Rock Special, World Music Special, Black Music Special, CH Beats und Sounds! auf SRF 3 feiern wir das Beste des Jahres 2019. Was hat die Specials-Macherinnen und -Macher umgehauen, welche Alben muss man unbedingt haben?

Black Music Special: OG Keemo «Geist»

OG Keemo
Legende: OG Keemo. PD

Spät wurde es im Jahr 2019, bis mich zum ersten Mal das gleiche Gefühl durchschoss, das ich bei den ersten Plays meiner Lieblingsplatten zu Teenagerzeiten hatte: Fan-tum. OG Keemo, aka Karim Joel Martin aus Mannheim, machte mich mit seiner Erzählfähigkeit (die jene seiner Mitstreiter in Sachen Sprechgesang in den Disziplinen Aufbau, Überraschungsfaktor und Spannungsbogen um ein weites überschattet) zum Fan. Seine Art, Reime ungewohnt zu platzieren, hält die Hörer auf den Zehenspitzen, gebannt, extrem gut unterhalten und mit einem leichten Angstschauer vor den Realitäten, die OG Keemo mal unverschönt, mal an den Himmel gemalt übertrieben von sich gibt. Pablo Vögtli

Anspieltipps: «Nebel», «Geist», Link öffnet in einem neuen Fenster

CH Beats: Pavel «Busy Being Broken»

Pavel.
Legende: Pavel. PD

Pavel kommt aus dem Kaff Cerneux-Péquignot im Kanton Neuenburg. Die Gemeinde zählt 317 Einwohner. Und als hätte dieser abgeschiedene Ort ein kleines Genie ausgespuckt, steht nun Pavel da und berauscht die Westschweizer Musikszene mit einem radikalen Sound, den wir alle so noch nie gehört haben. Die Musik von Etienne Bel aka Pavel trägt eine eigene Handschrift. Die eines gefallenen Engels, der es versteht unser Trommelfell mit knallharten Breakbeats zu traktieren und gleichermassen unsere Seele mit unendlich sanften Klängen zu bezirzen. Sein Debutalbum «Busy Being Broken» ist extrem wirkungsvoll, ohne aufgesetzt zu wirken oder sich populären Stilmitteln zu bedienen. John Bürgin

Anspieltipps: «Sun, Sand & Metal», Link öffnet in einem neuen Fenster, «Terrorcore», «A.V.V.»

Country Special: Willie Nelson «Ride Me Back Home»

Willie Nelson.
Legende: Willie Nelson. PD

Auch wenn die lebende Legende Zeit seines Lebens immer wieder hervorragende Alben produzierte, so ist das Album «Ride Me Back Home» des 86-jährige ein echtes Alterswerk: voller Reife, Erfahrung und Gelassenheit.

Anspieltipps: «Come On Time», Link öffnet in einem neuen Fenster, «One More Song to Write»

Reggae Special: Mortimer «Fight The Fight»

Mortimer.
Legende: Mortimer. PD

Es ist streng genommen nur ein Mini-Album. Aber die sieben Songs vom jamaikanischen Sänger Mortimer glänzen durch starkes Songwriting, sorgfältiger Produktion von Protoje-Produzent Winta James und dem Reggae-Song des Jahres: «Lightning». Schleppend singt sich Mortimer, untermalt von Bläsersätzen, direkt in die Herzen von verliebten Reggae-Fans. Lukie Wyniger

Anspieltipps: «Lightning», Link öffnet in einem neuen Fenster, «Fight The Fight»

Rock Special: Tool «Fear Inoculum»

Tool.
Legende: Tool. PD

13 Jahre brauchten Tool für dieses Album und eigentlich haben wir nicht mehr so richtig daran geglaubt. Aber Tool sind auch auf «Fear Inoculum» eine Klasse für sich und bleiben die Meister ihres Fachs. Sieben Songs in über 80 Minuten gibt es dieses Mal und wer sich die Zeit nimmt, in dieses epische Album einzutauchen, wird reich belohnt. Ein Prog-Metal-Gewaltswerk. Dominic Dillier

Anspieltipps: «7empest», Link öffnet in einem neuen Fenster, «Invincible», «Pneuma»

Sounds!: Fontaines D.C. «Dogrel»

Fontaines D.C.
Legende: Fontaines D.C. PD

Indie-technisch haben wir 2019 unter anderem die Rückkehr des Post-Punks gefeiert. Mal wieder. Und das mit diesem Post-Punk, das machen die Fontaines D.C. aus Dublin auf ihrem grossartigen Debütalbum «Dogrel» besonders gut. Das Quintett aus der irischen Hauptstadt steht stellvertretend für eine lange Liste von neuen, aufregenden Bands aus Irland, welche Gitarrenmusik genau so machen, wie wir das gerne haben: Rotzig, catchy, hitverdächtig, triumphal, ein bisschen düster und immer von einer gewissen Fuck-You-Attitüde begleitet. Letzteres klappt hier dank der messerscharfen und unterhaltenden Pub-, respektive Gossen-Poesie von Sänger Grian Chatten übrigens besonders gut. Andi Rohrer, Luca Bruno und Matthias Erb

Anspieltipps: «Boys in the Better Land», Link öffnet in einem neuen Fenster, «Hurricane Laughter», «Television Screens»

World Music Special: Mambe & Danochilango «Kosmopolítēs»

Mambe & Danochilango.
Legende: Mambe & Danochilango. PD

Ein mexikanischer DJ und eine kolumbianische Sängerin unterwegs als skandinavisches Duo? Noch mehr als das beste World Music-Album 2019, ist es wohl das frechste! Mambe & Danochilango liefern mit ihrem Debüt «Kosmopolítēs» die totale Fusion-Explosion. Favela-Punk, Reggae, Bollywood, Tribal, Dub, Cumbia, ein Hauch Buena Vista Social Club und dänischer Rap. Eine absolut heisse Tanzscheibe für Weltbürger, die zwar ihre Heimat verlassen haben, aber diese stets im Herzen tragen, immer dort wo sie gerade sind. Das Duo Infernale aus Dänemark erschafft einen globalen Mix, der einem vom ersten Hören an den Verstand raubt. Als sitze man in einer «Back To The Future»-Zeitmaschine, die einen innert Sekunden via Fluxkompensator von vergangenen Retro-Sounds in die Beats der Zukunft - und wieder zurück ins Jetzt beamt. Und das einmal rund um die Welt. Rahel Giger

Anspieltipp: «Ayelen», Link öffnet in einem neuen Fenster

Unsere Specials-Macherinnen und -Macher haben ihre Lieblingssongs 2019 für dich in eine Spotify-Playlist gepackt:

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