Album-Check: Lenny Kravitz - «Strut»

Lenny Kravitz' zehntes Album besticht mit fadengraden Mitsing-Refrains und einer Tonne Selbstbewusstsein. 12 Songs von Funk bis Country-Rock, die die Welt nicht verändern, aber viel Spass machen.

Albumcheck: Lenny Kravitz - «Strut»

So klingts:
Nach wenig Selbstzweifel und viel Testosteron. Aber auch nach einem guten und vielseitigen Musikgeschmack: Nach Funk à la Prince (Sex, New York City), nach Disco (The Chamber), nach einer Spur Soul (The Pleasure and the Pain), einer homöopathischen Dosis Country (She's a Beast) und auch da und dort - fast wie früher bei ihm - nach Rock (Dirty White Boots, Strut)
Beste Songs:
The Chamber, Dirty White Boots, She's A Beast
Mitsingfaktor auf der Skala von 1-10:
9 - gute Ausgangslage fürs Konzert im Hallenstadion am 16. November.
Das sagt Lenny uns mit dem Albumcover:
«Ich fühle mich halb so alt wie ich bin. Und doppelt so sexy.» Das Cover gibts im Fall voll auch noch als Poster, steckt zusammengefaltet im CD-Karton.
Das bedeutet der Albumtitel:
«Strut» heisst herzeigen, stolzieren, abshowen. Titel und Cover passen also prima zusammen - da hat sich jemand ein in sich stimmiges Gesamtkonzept überlegt.
Das Album ist der perfekte Soundtrack...
...zur Ego-Pose vor dem Spiegel. Tschaga.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte:
Lenny, nimm mal die Sonnenbrille ab. Auch Krähenfüsse darf man herzeigen. Strut it, man.