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Hitparade Die Heilsarmee im Hitparaden-Interview: «Wir wollen rocken»

Die Heilsarmee wird die Schweiz am Eurovision Song Contest 2013 vertreten. Am Tag nach der erfolgreichen Ausscheidung waren sie Gast in der SRF 3 Hitparade.

Die junge Fraktion der Heilsarmee Band: Jonas Gygax, Sarah Breiter und Christoph Jakob.
Legende: Die junge Fraktion der Heilsarmee Band: Jonas Gygax, Sarah Breiter und Christoph Jakob. SRF 3

Ungläubig hatten sie Moderator Sven Epiney am Vorabend auf der TV-Bühne angestarrt, als er ihren Namen als Sieger der Schweizer ESC-Ausscheidung bekannt gab.

Mit «You and Me» überzeugte die Heilsarmee bei der Entscheidungsshow am Samstagabend die Zuschauer. Das Publikum entschied sich per Televoting für die ungewöhnliche Formation. Die sechs Hobbymusiker – die Jüngste der Band ist 20, der Älteste 94 Jahre alt – sollen ihr Glück nun im Eurovision-Zirkus versuchen.

Nur wenige Stunden nach der sensationellen Qualifikation für Malmö steht die Heilsarmee Kombo im Studio von SRF 3 zum Interview bei Michel Birri. Die müden Augen sind Zeugen einer langen Nacht. «Ja, wir haben gut gefeiert», erzählt Gitarrist Jonas Gygax. Einer fehlt in der Runde: Es ist der 94jährige Emil Ramsauer. «Er hat sich das Ausschlafen definitiv verdient», erklärt Bandleader Christoph Jakob.

«Wie war das nun gestern Abend bei der Entscheidung», will Hitparaden-Moderator Michel Birri wissen. Christoph Jakob atmet tief durch: «Das ist uns ziemlich heftig eingefahren.» -  «Total überwältigend», fügt Sarah Breiter bei. Die bunt durchmischte Band verfügt zwar über viel musikalische, aber über wenig Bühnen-Erfahrung. Ob sie für den ESC gar bieder sind? Gitarrist Jonas interveniert:

Ich denke nicht das wir bieder oder langweilig sind, wie gewisse Kritiker sagen. Wir wollen beim ESC einfach die Bühne rocken und dann sehen wir, wie weit es reicht.

Trotz des plötzlichen Erfolgs, wollen die Heilsarmee Musiker in den nächsten Wochen weiter auf den Strassen singen und so Geldspenden sammeln. Doch um Ruhm und Ehre für die Schweiz einzulegen, werden sie beim Eurovision Song Contest 2013 über sich hinauswachsen müssen. Doch die Lockerheit ist der Heilsarmee Band noch nicht abhanden gekommen: «Sollten wir tatsächlich mit 0 Punkten nach Hause kommen, dann wars wenigstens für einen guten Zweck», sagt Sänger Jakob und nimmt auf seinem Handy die nächste Medienanfrage entgegen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Patrik Lütolf, Zürich
    Hoffen auf das "Malmö'sche Gesetz" Als 1992 in Malmö schon mal ESC war, geschah es: Die Siegerin der CH-Ausscheidung wurde im Vorfeld wegen Regelverstosses DISQUALIFIZIERT und durch die Zweite ersetzt. Hoffentlich ein gutes Omen für 2013, damit uns diese Peinlichkeit erspart wird! Wenn es nicht gelingt, sollen die Bands, die es nicht geschafft haben, in Heilsarmeekluft Geld sammeln und FÜR SICH einstreichen. Wie reagieren die christl. Fundis wohl, wenn man sich in IHR Business einmischt? Dea...
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