«Inside Llewyn Davis»: Der Sound des Greenwich Village der 60er

Die Regie-Brüder Joel und Ethan Coen sind bekennende Dylan-Jünger, aber in ihrer Tragikomödie «Inside Llewyn Davis» spielt der Superstar nur beim Schlussgag eine Rolle. Der Film porträtiert die Folkszene von New York in den 1960er-Jahren; das klingende Poträt, den Filmsoundtrack, gibts schon jetzt.

In den Sechzigern wurde in den Aufnahmestudios noch geraucht.

Bildlegende: In den Sechzigern wurde in den Aufnahmestudios noch geraucht. www.insidellewyndavis.com

Bevor Bob Dylan ein Weltstar wurde, schlug er sich in der New Yorker Clubszene durch. Anfangs 60er entstand dort das, was man heute das Folk Revival der 60s nennt. Junge Musiker spielten in den Kneipen von Greenwich Village alte Folksongs. In dieser Szene traf Bob Dylan jemanden, der bis heute viel weniger bekannt ist als er selbst, ihn aber einiges lehrte. Sein Name: Dave Van Ronk.

Des Messias Mentor

Nicht nur für Dylan, sondern auch für viele seiner Musikerkollegen war der 2002 verstorbene Dave Van Ronk eine Art Mentor. Die Regie-Brüder Joel und Ethan Coen, bekennende Dylan-Jünger, haben in ihrer Tragikomödie «Inside Llewyn Davis» Dave Van Ronk Memoiren als Vorlage genommen. «Inside Llewyn Davis» zeigt eine Woche im Leben der Musik-Bohème Anfangs der Sixties in New York.

Huldigung des Folks

Der Soundtrack dazu: Vierzehn Songs purer Singer-Songwriter-Folk. Darunter viele traditionelle Folksongs wie etwa «500 Miles», gesungen von den Schauspielern selber: von Oscar Isaac, der die Hauptrolle im Film spielt, aber auch von Justin Timberlake oder Marcus Mumford von Mumford and Sons. Der Letztgenannte hat den Soundtrack auch mitproduziert, zusammen mit dem amerikanischen Starproduzenten T-Bone Burnett.