John Mayer: Vom Gitarrengott zum Langweiler

«Paradise Valley» heisst das 6. Studioalbum des amerikanischen Sängers und Gitarristen John Mayer und erscheint diesen Freitag. SRF Musikredaktor Dani Schwarz ist wenig begeistert.

John Mayer auf dem Album-Cover von «Paradise Valley»

Bildlegende: John Mayer auf dem Album-Cover von «Paradise Valley» PD

John Mayer ist ein ganz grosses Juwel der amerikanischen Roots-Music und hierzulande auch bekannt durch seine Affären mit verschiedenen Hollywood-Starlets. Ein untrügliches Gespür für Melodien und Grooves, einen exzellenten Gitarrenton und eine unverkennbare Stimme zeichnen aber den Spitzenmusiker aus.

«  Auf seinem brandneuen Album wirkt Mayer gar uninspiriert  »

Es erweckt den Eindruck, die Kompositionen seien Überschussware von seinem letzten Album «Born & Raised», eine Energie fehlt durch alle Songs hinweg und es macht sich Langeweile breit.

Natürlich sitzt bei Mayer und seinen hochkarätigen Begleitmusikern jeder Ton perfekt – wenn aber ein Duett mit seiner Ex-Freundin Katy Perry («Who You Love») und die Coverversion von «Call Me The Breeze» (eine Komposition des kürzlich verstorbenen J.J. Cale) die Höhepunkte bilden, kann man Mayer keinen grossen Wurf attestieren.

Es bleibt das Warten auf ein Konzert von John Mayer in der Schweiz - er ist bis jetzt leider noch nie hierzulande aufgetreten - oder das Schwelgen in der Vergangenheit mit seinem Meisterwerk «Continuum».

Anderer Meinung ist SRF 3 Hörerin BabsGinger (Twittername)

Daniel Schwarz

Daniel Schwarz

Der SRF Musikredaktor ist selber Gitarrist und verfolgt die Karriere von John Mayer seit Jahren.