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Musik-Blog Börni Höhn: Von Wollyhood nach Hollywood

Die Ex-MusicStar-Kandidatin aus Wollishofen konnte sich in der Schweiz als Künstlerin nie wirklich etablieren. Als Vava Voom will sie jetzt nicht weniger als den Welterfolg. Sie hört nicht mehr auf den Namen Börni und auch nicht auf ihre Vernunft. Mutig, meint Musikredaktor Gregi Sigrist.

Ex-MusicStar Börni Höhn will als Vava Voom die Welt erobern.
Legende: Ex-MusicStar Börni Höhn will als Vava Voom die Welt erobern. Börni Höhn

Ist das mutig oder schlicht naiv?

Was Börni Höhn alias Vava Voom macht, ist zweifelsohne mutig. Es mag sogar naiv sein – zum Glück – denn ganz ohne Naivität werden Pop-Träume oft im Keim erstickt. Die 28-Jährige hüpft als No Name ins Haifischbecken der internationalen Pop-Industrie. Ohne Plattenfirma im Rücken will sie sich gegen Stars wie Katy Perry oder Miley Cyrus behaupten. «Es leben 8 Million Leute in der Schweiz. Es kann nicht sein, dass es darunter keine grossen Talente gibt,» kommentiert Vava Voom ihr unschweizerisch couragiertes Vorhaben gegenüber SRF 3. Seit vier Jahren verbringt Vava Voom viel Zeit in den USA und hat sich dabei ganz offensichtlich amerikanisches Selbstbewusstsein angeeignet.

Wer soll das bezahlen?

«Erfolg kann man nicht kaufen», gibt Vava Voom professionell zur Antwort auf die Frage, was denn das Featuring mit Superstar Sean Kingston gekostet hat. Auch sonst gewährt sie keinen Einblick in ihre Finanzen. Klar ist: Gratis war diese Produktion garantiert nicht und nebst Börnis eigenem Geld steckt auch der eine oder andere Zustupf aus ihrem Bekanntenkreis in diesem Produkt.

Geht der Plan auf?

Ganz ehrlich. Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass ich auf diesen Song gewartet hätte. Die Kunst steckt bei solchen Pop-Produktionen meist mehr in der Vermarktung denn im eigentlichen Song. Beeindruckend hingegen finde ich Vava Vooms Haltung: Da steckt eine bereits mehrmals gescheiterte Sängerin ihr ganzes Herzblut und Geld in ein Projekt, das auf den ersten Blick nur verlieren kann. Doch: Kaum eine Pop-Karriere hat nicht mit einer Reihe von Rückschlägen angefangen und wenn jemand versucht glaubwürdig seine Träume umzusetzen, ziehe ich gerne den Hut und sage CHAPEAU! Denn: Nur wer bereit ist zu verlieren, hat auch eine Chance zu gewinnen.

Vava Voom feat. Sean Kingston / Supersonic

12 Kommentare

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  • Kommentar von Denise, Züri Oberland
    Go, Börni! Live your dreams! Natürlich ist es Geschmackssache! Klar, für mich ist das auch die typische Teenie-Schiene. Aber der Song hat sehr gute Chancen, gespielt zu werden - auch hier! passt doch genau ins SRF3-Schema. Also, spielt den Song, Leute bei SRF3! Wer heute noch glaubt, Talent allein reiche aus, ist ein schlechter Beobachter und genauso naiv. Britney? Ja, genau Britney war jedenfalls jahrelang ein Superidol! Chapeau für den Mut und viel Erfolg!
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  • Kommentar von Andres Frey, Niederlenz
    Börni, let's rock the world! Mit diesem Song hat Vava Woom alleweil die Chance zu durchstarten. Was sie die Amerikaner können, kann uns Schweizern doch auch Gelingen. Von mir Gratulation zum Mut, Börni und viel Glück.
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  • Kommentar von Andi Neukomm, Zürich
    Vava Voom? Wer merkt sich das? Wer kann sich das merken bzw. wer will sich das merken? Börni hat eine Superstimme. Wer das weiss, hat sie live gesehen. Wer sie live gesehen hat, weiss das. Nur - was hat sie mit ihrer Stimme gemacht? In diesem Song nicht viel. Leider. Dutzendware ab Stange. Rock steht ihr besser. Und damit meine ich nicht das Kleidungsstück. Here today. Gone tomorrow. Leider. Für den Mut 5*****+. Für den Song ein paar weniger.
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