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Musik-Blog Shakrament! Was ist denn das?

Es ging um Geld, als Shakra-Sänger Mark Fox seine Band 2009 verliess. Sein jetziger Wiedereinstieg riecht nach Schicksal, Verzweiflung und wenig Inspiration. Ist das Shakra-Comeback mit Fox für die Füchse?

Musikvideo: Shakra «Hello»

Einer Band mit 25-jähriger Geschichte zolle ich grundsätzlich Respekt. Beim Shakra-Comeback mit Mark Fox und dem Clip zum Song «Hello» rollen sich mir allerdings die Zehennägel auf. Zopfiger kann man einen Hardrock-Clip 2015 kaum drehen.

Das Musikvideo beginnt mit übelster und biederer Autowerbung und geht über in Szenen, die an billige Versandkataloge aus den 80er-Jahren erinnern.

«Hello». Hello?

Auch musikalisch bietet die alte-neue Band mit der Single «Hello» nichts, was wir nicht schon von ihnen und von unzähligen anderen Bands millionenfach gehört haben.

Das ist meinetwegen solider, aber ganz sicher nicht aufregender Hardrock. Altbacken und einfältig sind leider passendere Attribute zum harmlosen Gitarrengewitter der Emmentaler Band.

Shakras verschobene Chakras

Trotz der, aus meiner Sicht, missglückten Wiedervereingungs-Single «Hello» und dem ziemlich billigen Clip dazu, wünsche ich Shakra alles Gute für den neuen Abschnitt in alter Besetzung.

Mark Fox
Legende: Mark Fox (Mitte): Der alte und jetzt neue Shakra-Sänger ist wieder da, wo er offenbar hingehört und eigentlich nie wieder sein wollte. PD

Allerdings fällt es mir schwer zu glauben, dass die Probleme, die vor sechs Jahren zum Split führten, komplett aus der Welt geschafft sind. Auch zu bedenken: Fox gäbe nicht wieder den Shakra-Frontmann, wäre John Prakesh letztes Jahr nicht ausgestiegen.

Ganz sicher weiss Krokus-Haudegen Chris von Rohr mehr über die Ausrichtung der Chakras im «neuen» Bandkörper von Shakra. Schliesslich soll er die Band wieder zusammengebracht und gecoacht haben.

Hoffen auf das neue Album

Anfang 2016 erscheint das neue Shakra-Album «High Noon». Bleibt zu hoffen, dass sich der Titel auf den legendären Western mit Gary Cooper bezieht.

So bestünde wenigsten die Chance, dass das neue Shakra-Kapitel doch noch ein Quäntchen der für Rockbands unabdingbaren Unberechenbarkeit besitzt.

Autor: Gregi Sigrist

Autor: Gregi Sigrist

Gregi Sigrist ist Musikjournalist der Fachredaktion Musik Pop/Rock von Schweizer Radio und Fernsehen. Im Musik-Blog schaut er auf, unter und hinter aktuelle Musikthemen und ihre Nebengeräusche.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Désirée Moser, Niederönz
    Kein Mensch kauft mehr CDs; wozu auch, auf You Tube und im Netz kann man sich alles umsonst anhören. Der Konzertmarkt ist hart umkämpft, und eine Band, die hauptsächlich in der Schweiz unterwegs ist, hat auch bei den Gagen-Einnahmen begrenzte Möglichkeiten. Und Sie, Herr Sigrist, mokieren sich über das Product Placement in einem Videoclip? Ziemlich daneben!
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  • Kommentar von Catherine Vetter, Flüh, SO
    Lieber Herr Sigrist, was ist negativ an beständigem, wieder erkennbarem Rock? Haben Sie solche Kommentare auch über Alben von Bands wie Kiss und Bon Jovi geschrieben? Schade, dass sie nichts besseres darüber zu berichten wissen. Schön wäre jetzt, wenn sie über den Radiosender den Song "Hello" laufen lassen würden, damit sich jeder sein eigenes Bild machen kann!
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    1. Antwort von Gregi Sigrist, BE
      Liebe Catherine Vetter. Damit sich jeder sein eigenes Bild machen kann, haben wir den Video-Clip zum Shakra-Song in den Blog eingebettet. Wie Sie richtig bemerkt haben, ist das ein Kommentar und daher sehr subjektiv. Und: Ja, natürlich höre ich mir weltbekannten Bands mindestens so kritisch an, wie Bands aus der Schweiz. Ein kritischer Ansatz gegenüber der Arbeit einer Band, darf durchaus auch so verstanden werden, dass ich die Arbeit der Band grundsätzlich ernst nehme. lg. Gregi Sigrist
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  • Kommentar von Silvie Vetter, 8162 Steinmaur
    Lieber Herr Sigrist Dann hoffe ich doch mal für Ihren Sender, dass High Noon floppt und Sie nie in der Verlegenheit kommen, die Scheibe doch noch spielen zu müssen. Ich habe übrigens schon länger den Sender gewechselt, weil ich das Musikkonzept von SRF3 gar nicht mehr verstehe. Vielleicht bin ich einfach zu alt für diese Bands mit den unausprechbaren Namen.
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    1. Antwort von Gregi Sigrist, BE
      Liebe Silvie Vetter. Ich hoffe, dass auf «High Noon»ein paar bessere Nummern zu finden sind, als die Single «Hello». Ist ja durchaus möglich... ;-) lg. Gregi
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