Die schönsten SRF 3 Live-Sessions des Jahres

Musik ist nie emotionaler und schöner, als wenn sie live gespielt wird. Deshalb laden wir immer wieder Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt für Live-Performances ins Studio ein. Die eindrücklichsten SRF 3 Live Sessions 2015 haben wir euch hier zusammengestellt. Gänsehaut ist garantiert.

Der britische Singer-Songwriter Rhodes hatte früher unglaubliche Angst, vor Leuten zu singen. Erst seine Freunde brachten den 26-Jährigen dazu, sein Talent auch vor anderen Menschen zu zeigen. Zum Glück! Ansonsten wäre diese wunderschöne Live-Version von «Close Your Eyes» nie zustande gekommen.

Was will man bei dieser Stimme noch gross sagen? Wenn der britische Senkrechtstarter James Bay den Mund aufmacht und mit seiner Hit-Single «Hold Back The River» loslegt, kann man nur noch ehrfürchtig lauschen und geniessen.

Was haben wir gestaunt: Da kommt eine 23-jährige zierliche Musikerin aus Paris zu uns ins Studio und legt eine Session aufs Parkett, die sich gewaschen hat. Jain heisst die junge Frau, die in ihrem jungen Leben bereits die halbe Welt gesehen hat.

Ihre zweite Heimat ist der Kongo. Die afrikanischen Einflüsse sind in «Makeba» unüberhörbar. Liegt vielleicht aber auch daran, dass es ihre ganz persönliche, musikalische Hommage an die berühmte südafrikanische Musikerin Miriam Makeba ist.

Und noch eine britische Männerstimme: Jack Savoretti. Der Londoner mit italienischen Wurzeln gehört zu einem mickrigen Kreis von Menschen auf diesem Planeten, die live dabei waren, als Roger Federer seinen ersten Grand Slam-Titel gewann. Er liess sich damals auf der Strasse für etwa 900 Franken ein Ticket andrehen, obwohl er total pleite war.

Heute bereut er keinen Rappen davon, denn er war dabei, als Tennisgeschichte geschrieben wurde. Roger Federer hat ihn eines gelehrt: Geld ist nicht alles. Und als wäre das nicht schon genug, hat der Mann auch noch eine Stimme zum Niederknien!

Musik zum Träumen: Das schweizerisch-deutsche Frauen-Duo Valeska Steiner und Sonja Glass, besser bekannt als BOY, meldete sich 2015 nach längerer Pause mit seinem zweiten Album «We Were Here» zurück. Darauf entzückten uns die beiden mit Songs wie «New York», den sie prompt als Live-Version bei uns im Studio performten. *schmacht*

Sie wird bereits mit Soul-Grössen wie Ayo oder Amy Winehouse verglichen. Frankreich, Belgien und Holland liegen ihr schon zu Füssen. Logisch mussten wir herausfinden, was da dran ist, und haben die 26-jährige belgische Sängerin Selah Sue in die Schweiz geholt.

Es ist lange her, dass jemand so schön in Worte gefasst hat, wie es sich anfühlt, wenn man eine ehemals geliebte Person nicht loslassen kann, wie der deutsche Johannes Oerding mit «Alles brennt». Viel lieber als im Studio spiele er live, hat uns der Vollblutmusiker verraten. Den Beweis lieferte er prompt. Denn er legte bei seiner Live-Session was Emotionalität und Ausdruck angeht noch einmal eine ganze Schippe drauf.

Und noch ein Kracher zum Schluss: Es ist auch für uns keine Selbverständlichkeit, dass sich eine Stimme von Weltformat wie Joss Stone so viel Zeit für uns nimmt. Anderthalb Stunden blieb sie bei uns im Black Music Special, spielte mehrere Live-Songs und quasselte dazwischen frisch von der Leber. Es ist einfach nur eine Freude, dieser Frau bei der Arbeit zuzuschauen und zuzuhören.

Die besten Live-Covers von Schweizer Stimmen aus dem Jahr 2015 findet ihr hier.