Sens Unik: Eigenständiger HipHop aus dem Welschland

Zu Beginn der Neunzigerjahre tobte in Lausanne die Band Sens Unik und demonstrierte schon früh, wie Rap aus der Romandie zu tönen hat.

Die Hip-Hop-Pioniere der frühen 90er-Jahre, v.l.n.r.: Just One, Deborah, Carlos, Bio.

Bildlegende: Sens Unik Die Hip-Hop-Pioniere der frühen 90er-Jahre, v.l.n.r.: Just One, Deborah, Carlos, Bio. zVg

1991 stand «Le VIème Sens», die allererste Platte von Sens Unik, beidseits des Röstigrabens in den angesagten Plattenläden und sorgte überall für helle Begeisterung.

Rapper Carlos Leal arbeitete sich durch die rohen Beats wie eine Stichsäge durch Sperrholz - und während die einen noch dachten, beim Hit «To The Moon, Please» gehe es um Fernweh, hatten andere schon lange erkannt, dass Sens Unik mit diesem Titel schon früh andeuteten, wie hoch sie auf der Erfolgsleiter klettern wollen.

Trennung - Wiedervereinigung - und wieder Trennung

Gegründet 1987, haben sich Sens Unik nach vier Goldenen Schallplatten und der Titelkmusik zu den Filmen «La Haine» oder «Neutre» 2005 aufgelöst, weil MC Carlos Leal sich ganz der Schauspielerei widmen wollte. Seither feiert Leal international grosse Erfolge als Mime.

2010 kam es zu einer Reunion von Sens Unik - und schon kurz darauf wieder zu einer Trennung. Im Interview aus dem Jahr 2010 im Rahmen der Jahresserie «Schweizer Pop-Geschichten» erzählen Sens Unik von ihrem Hit «To The Moon Please».

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Comeback: Sens Unik

3:04 min, aus Musicnight vom 7.5.2010