Yello: Die grossen Visionäre der Klang- und Bilderwelten

Sie haben schon vor Jahren geschafft, wovon viele Schweizer Künstler träumen: den internationalen Durchbruch. 2014 erhielten Dieter Meier und Boris Blank den Echo für ihr Lebenswerk. Der Echo ist der wichtigste Musikpreis Deutschlands.

Trotz inzwischen fortgeschrittenen Alters noch ziemlich gelenkig, die Herren Meier (geb. 1945) und Blank (geb. 1952).

Bildlegende: Yello Trotz inzwischen fortgeschrittenen Alters noch ziemlich gelenkig, die Herren Meier (geb. 1945) und Blank (geb. 1952). zVg

Gegründet 1978, damals noch mit Carlos Perón an den Synthesizern, hatten Yello schon dazumals den richtigen Riecher: Während die meisten anderen Musiker diesbezüglich noch im Tiefschlaf lagen, setzten sie bereits auf Video-Audio-Performances.

Der visionäre Wort- und Bildmensch Dieter Meier und der geniale Soundtüftler Boris Blank präsentierten sich von Anfang an als Gesamtkunstwerk für das Video-Zeitalter und eroberten damit die Clubs weit über die Landesgrenzen hinaus.

Heute sind sie Kultfiguren der Technoszene. Yello stehen für die grösste Erfolgsgeschichte der Schweizer Pop-Szene, die Kunst, Kommerz, Avantgarde, Audiovisuelles und Image auf einen Nenner brachte.

1997 überreichte die Stadt Zürich den Kunstpreis 97 dem Duo Yello und würdigte damit zum ersten Mal zwei Popkünstler. Im Focus-Interview aus diesem Anlass spricht Dieter Meier über sein Filmprojekt «Snowball», seine Ambitionen in Hollywood, seine Villa, die damaligen Misserfolge als Punksänger und seine Beziehung zu Zürich.

Im Focus von 2009 hielten die gegensätzlichen Mitbegründer des Techno Rückschau auf drei Dekaden Klangkreation und verrieten, was ihre musikalische Ehe all die Jahre frisch gehalten hat. Und sie erzählten, wie es überhaupt zu ihrer Zusammenarbeit gekommen war.