Pflasterstein zum Glück

Wer bei den Swiss Music Awards gewinnt, hat bei den Fans einen Stein im Brett. Und braucht einen persönlichen Beton-Träger.

Ein Pflasterstein zum Glück.

Bildlegende: Best Demo Urban National Ein Pflasterstein zum Glück. Stephan Lütolf

Der Swiss Music Award ist eine dreifach gute Sache. Erstens: fürs Ego. Zweitens: fürs Geschäft. Drittens: für den Bizeps. Dass der Preis das Ego streichelt und das Geschäft ankurbelt, liegt in der Natur der Sache. Welche Musiker werden nicht gerne für ihr musikalisches Schaffen öffentlich gelobt?

Und beim Verhandeln der Auftritts-Gage hat zusätzliche Publicity auch noch nie geschadet. Dass es als Bonus für SMA-Gewinner zudem ein kostenloses Bizeps-Training gibt, liegt am Design der Trophäe: ein massiver Beton-Würfel. Ein Pflasterstein zum Glück.

Beton-Träger im Anzug

Ein Pflasterstein, der einen schlauchen kann. Zweifelt jemand? In diesem Fall die Frage: Schon einmal an einem zweistündigen Small-Talk-Marathon gewesen? Ja? Auch mit dem Glas Weisswein in der einen und zwei Pack «Feinkristall Zucker 1 kg» in der anderen Hand? Eben. So fühlt sich das an.

Die Stars engagieren deshalb gerne Beton-Träger. Die buckeln die Beton-Würfel dann und halten sie für den Bedarfsfall («Bitte lächeln!») bereit. Und Mehrfach-Gewinner wie Stress müssen nicht die Konstitution eines kasachischen Gewichthebers mitbringen. Kurzum: Der Swiss Music Award – eine gewichtige Sache.