The Sophie Hunger Games

«The Rules Of Fire», das ist Sophie Hungers Weihnachtspaket: Das Filmportrait auf DVD, 2 Live-CDs und ein Buch mit Bildern und Gedanken der Musikerin.

Spielen und vorspielen – das ist Sophie Hungers Leidenschaft und dabei hat sie nicht immer ein Instrument in der Hand. Sie liebt und zelebriert das Rollenspiel mit kindlichem Enthusiasmus und inszeniert im Film «The Rules Of Fire» in erster Linie die Kunstfigur Sophie Hunger.

Ihre leicht vertrackte Wesensart brachte Sophie Hunger nicht nur den Ruf einer unzugänglichen Künstlerin ein, sie bescherte ihr auch ein geheimnisvolles Nebengeräusch, welches die Musikerin Sophie Hunger zum Popstar Sophie Hunger machte.

Was darf man von «The Rules Of Fire» erwarten?

Das mit Konzertausschnitten gespickte Filmportrait bietet dem Fan fast alles, was er sehen möchte – leider aber relativ wenig, was er noch nicht kennt. Anstelle von intimen Einblicken ins Backstage-Leben von Sophie Hunger und Band, spielt die Musikerin diverse Rollen und inszeniert sich so, wie sie wahrgenommen werden will. Was dabei entstanden ist, ist ein bewusst unscharfes Bild einer spannenden Artistin, die sich als fassbare Person oft hinter ihrer eigenen Kunst versteckt.

Von der Leichtigkeit, dem Witz und der Schlagfertigkeit, die sie in den letzten Monaten in diversen Deutschen TV-Shows unter Beweis gestellt hat – ist im Kunstfilm «The Rules Of Fire» wenig zu spüren. Sophie Hunger komponierte, zusammen mit dem französischen Regisseur Jeremiah, ein Filmportrait, das vor Musikalität nur so strotzt und doch mit einer gewissen Unentschlossenheit kämpft.