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Musik Was du schon immer über die Schweizer Hitparade wissen wolltest

In 50 Jahren Schweizer Hitparade konnten sich 10'939 Songs darin platzieren. Hinter diesen Songs stehen 5178 Bands bzw. Künstler. 61,5% dieser Songs sind in Dur. 38,5% in Moll. Im August charten im Schnitt die fröhlichsten, im Dezember die traurigsten Songs. Lust auf mehr Zahlen und Fakten?

«The», «You» und «I» sind die prominesten Wörter in Hitparaden-Songtiteln.
Legende: «The», «You» und «I» sind die prominesten Wörter in Hitparaden-Songtiteln. D One Solutions

Zahlen sind für eine Hitparade fast genauso wichtig wie Musik. Deshalb bietet es sich an, zum 50. Geburtstag der Schweizer Hitparade ein paar Zahlenspielchen zu machen.

Die Zürcher Firma D One Solutions fütterte ihre Rechner, im Auftrag von SRF, mit detaillierten Daten der 10'939 Songs, die sich in den letzten 50 Jahren in der Schweizer Single-Hitparade platzieren konnten. Dadurch erfahren wir heute Dinge über die Hitparade, die wir bis anhin nicht wussten oder mühsam zusammentragen mussten.

Ausserdem kannst du hier durch die gesamte Hitparaden-Galaxie surfen, Link öffnet in einem neuen Fenster. Mit der Maus scrollen, Ton an!

Zahlen und Fakten

  • Insgesamt platzierten sich 10'939 Songs von 5178 Acts in der Schweizer Hitparade.
  • 12,4% aller Songs sind Coverversionen.
  • Tonart: 61,5% dieser Songs sind in Dur – 38,5% in Moll.
  • Im Schnitt schafften es 66,5 Songs pro Jahr in die Top 10. Am meisten Top 10-Platzierungen gab es 1983. Damals schafften es 95 Songs unter die besten zehn.
  • «The», «You» und «I» sind die meistgebrauchten Wörter in Hitparaden-Songtiteln. Das erste deutsche Wort finden wir mit «Du» auf Platz 62.
  • Am meisten fröhliche Songs charten in der Schweizer Hitparade im August. Der songtechnisch traurigste Monat ist der Dezember.
  • Im Schnitt dauert ein Hitparaden-Song 3.43 Minuten. Der längste Song, der es je in die Schweizer Hitparade schaffte war «1 City 1 Song», ein Monster-Rap-Projekt der Basler Hip Hop-Szene (83.50 Minuten). Der kürzeste Song war die «Schweizer Hymne» in der Version des Orchesters Swarovski Musik Wattens (1.22 Minuten).

Die Schweizer

  • Insgesamt platzierten sich in 50 Jahren 912 Schweizer Songs von 453 Schweizer Interpreten in der Single-Hitparade.
  • Der Schweizer mit den meisten Hitparadenplatzierungen ist DJ Bobo (35 Songs), gefolgt von DJ Antoine (33 Songs), Gotthard (24 Songs) und Gölä (20 Songs).
  • Das beste Schweizer Hitparaden-Jahr war 2013: 50 Schweizer Künstler landeten mit 56 Songs in der Schweizer Hitparade.

Der König der Produzenten

Kein anderer Produzent hatte in der Schweiz mehr Hitparadenplatzierungen als Dieter Bohlen. Er landete mit 71 Songs von 28 verschiedenen KünstlerInnen in den Charts.

Der Schweizer Produzenten-König heisst Roman Camenzind. Er verbuchte 37 Hitparadenplatzierungen mit 19 verschiedenen KünstlerInnen.

Der King Of Pop

Michael Jacksons Tod am 25. Juni 2009 sorgte für eine unvergessliche Ausgabe der Schweizer Single-Hitparade. 37 Jackson-Titel landeten damals in den Top 100. 21 in den Top 40 und acht in den Top 10. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern eigentlich gar nicht möglich. Laut Hitparadenreglement durften nämlich nur drei Songs eines Künstlers gleichzeitig in den Charts sein. Für den King Of Pop setzte man das Reglement jedoch ausser Kraft. Diese Ausnahmeregelung wurde auch bei späteren Todesfällen angewandt.

Trotzdem stand in dieser Woche kein Titel von Michael Jackson auf Platz eins der Schweizer Single-Hitparade. An der Spitze behaupteten sich David Guetta und Kelly Rowland mit ihrem Song «When Love Takes Over». Auf Platz zwei stand Jacksons «Billie Jean».

1 Kommentar

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  • Kommentar von Roland Brechbühl (RoBre)
    Liebes SRF Ich wäre auch interessant, wenn Ihr mal darüber berichtet, wie heute im Vergleich zu früher die Rankings in der Hitparade gerechnet werden. Man kann nämlich gestern mit heute kaum vergleichen, also vergleichen auch die Statistiken nur Äpfel mit Birnen. Kürzlich habt Ihr eine Statistik von den 10 wichtigsten Titel der Hitparadengeschichte gezeigt. Da kamen weder die Beatles noch sonstige Künstler von früher vor.
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