Cheminée-Tipp: Feuer umdrehen und Umwelt schonen

Wer das Holz im Cheminée clever schichtet und anzündet, kann den Ausstoss von Schadstoffen senken und Holz sparen. Wir empfehlen eine spezielle Methode.

Die «obere Abbrandmethode» kehrt das Feuer quasi um.

Bildlegende: Alles anders im Kamin Die «obere Abbrandmethode» kehrt das Feuer quasi um. Keystone

Es ist Zeit, sich umzugewöhnen. Denn es gibt jetzt eine bessere Anfeuermethode, als dünnes Holz und Papier unter einem Holzstapel anzuzünden. Optimaler ist die sogenannte «obere Abbrandmethode». Das Holz brennt dabei von oben nach unten ab, ähnlich wie bei einer Kerze. Wer so einheizt, produziert viel weniger Rauch und damit auch weniger Feinstaub. Ausserdem entweichen weniger schädliche Gase.

So bereitet man das Cheminée vor:

  • Das Holz ohne Papier oder Karton in den Ofen packen.
  • Die Holzscheiter schichtweise mit etwas Abstand zueinander als Kreuzbeige auftürmen.
  • Wichtig: Oben zirka 10 Zentimeter Raum lassen.

So wird das Feuer angezündet:

  • Zum Schluss kommen 4 kleinere Holzscheiter oben auf die Holzbeige. Sie dienen als Anzündhilfe.
  • Die kleinen Holzscheiter mit etwas Abstand übers Kreuz aufeinander legen. Praktisch sind zirka 3 mal 3 Zentimeter breite Hölzer, welche etwa 20 Zentimeter lang sind.
  • Zusätzlich benötigt man eine Anzündhilfe. Gut geeignet ist zum Beispiel wachsgetränkte Holzwolle.
  • Die Holzwolle zwischen die dünneren Hölzer stecken und anzünden. - Voilà, das Holz brennt von oben nach unten ab.

Umweltfreundlicher und schöner

Im Gegensatz zum Anfeuern von unten verläuft die Verbrennung über den «oberen Abbrand» langsamer und kontrollierter. Dabei werden weniger Schadstoffe freigesetzt, das Holz hält länger und die Wärme verpufft nicht durch den Kamin.

Ausserdem ist die Methode ästhetischer. Bei einem Kachelofen beschlägt das Fenster viel weniger mit Russ. Und das gibt schlussendlich auch weniger zum Putzen.

Archivbeitrag: Magnus Renggli testet die Methode für die Sendung Espresso auf DRS 1 (Beitrag vom 23. Januar 2012):