Hilfsreise nach Syrien: So sieht es im Kriegsgebiet aus

Khaldoun Dia-Eddine ist ein Syrer, der seit Jahrzehnten in der Schweiz wohnt und an der Hochschule doziert. Nun ist er ins Kriegsland Syrien gereist, mit Decken für Menschen in Not.

Khaldoun Dia-Eddine ist zwar in Syrien aufgewachsen, lebt aber seit 33 Jahren nicht mehr in Syrien. Weil seine Mutter Schweizerin ist, hat es ihn in die Schweiz verschlagen. Khaldoun Dia-Eddine doziert in Winterthur an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Jetzt aber war für ihn klar: er muss nach Syrien. Um Menschen in Not zu helfen.

Gesagt, getan. Zusammen mit Mathias Schüz und Raphael Granito sammelte Dia-Eddine Geld: 32 000 Franken kamen bis Januar 2013 zusammen. Die eigentlichen Hilfsgüter, ein Lastwagen voller Mehl, Wolldecken und Blut-Transfusions-Beutel hat er in der Türkei besorgt, nicht ohne zuvor mit den türkischen Händlern noch tüchtig zu feilschen.

Krieg allgegenwärtig

Vor der syrischen Grenze wurden die Güter auf syrische Lastwagen verladen, damit es bei der Einreise zu keinen Komplikationen kommt. In Syrien schliesslich ging es in und um A`zaz von Haus zu Haus, um die Hilfsgüter zu verteilen. Wie Khaldoun Dia-Eddine SRF 3 erzählt, leben oft drei oder vier Familien im selben Haus, da viele Häuser im Krieg zerstört worden sind.

Dass in Syrien Krieg herrscht war für Khaldoun Dia-Eddine allerorten sichtbar. Viele Wohnhäuser, Bäckereien, Geschäfte sind komplett zerstört. Einen Bombeneinschlag hat er persönlich miterlebt. Der Bombeneinschlag war einen Kilometer weit weg. Der Helfer Dia-Eddine blieb unversehrt.

Karte: A`zaz in Syrien