Peter Suter lernte schon als Kind «Wetterschmöcken»

Fürs bevorstehende Wetter hat der Muotathaler Wetterschmöcker Peter Suter einen besonders guten Riecher. In den letzten 50 Jahren holte er sich über 20 Mal den Titel «Wetterkönig». Am Freitagabend durfte er sich erneut als Wetterkönig feiern lassen: Seine Sommerprognosen trafen häufig ins Schwarze.

Wettervoraussagen haben im Muotathal eine lange Tradition. «In unserem Tal gab es immer etliche Leute, die Prognosen erstellten», so Peter Suter. Um die Prognosen zu bündeln und miteinander vergleichen zu können, sei 1947 schliesslich der Meteorologische Verein Innerschwyz gegründet worden.

Kurze Zeit später tritt Peter Suter dem Verein bei. Als Verantwortlicher eines Sandstrahl-Betriebs, erhält er den Zunamen «Sandstrahler». Mit 89 Jahren ist er heute der älteste Wetterprophet und ausserdem der einzige, der noch im Tal lebt.

Früh übt sich, wer ein guter Wetterschmöcker werden will

Aufgewachsen auf einem Bauernhof, hat Peter Suter schon früh gelernt, aus Beobachtungen in der Natur auf das Wetter zu schliessen.


Peters Suters Mutter – die Wetterprophetin

0:29 min, aus Muotathaler Wetterschmöcker vom 25.10.2016

«Sagen zu können, wie das Wetter in etwa wird, war für die Arbeit auf dem Hof wichtig und nützlich», so Suter. Meistens seien die Prognosen auch eingetroffen. Als ausgezeichnete Wetterprophetin wusste auch seine Mutter «jedes Wölkchen» richtig zu deuten.

Am Freitagabend gesellte sich Peter Suter zu den anderen fünf Wetterpropheten. In Rothenthurm ging die Herbstversammlung des Meteorologischen Vereins Innerschwzy über die Bühne. Beim traditionellen Anlass, der ungebrochen grosses Interesse geniesst, wurde der 89-Jährige erneut als Wetterkönig geehrt. Von allen sechs Muotathaler Wetterschmöckern sagte er das Sommerwetter am besten voraus.

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