«Dorfplatz» in Sent mit zwei Premieren

Eine erlebnisreiche Woche in Sent GR geht zu Ende. Unser Team vor Ort wurde nicht nur herzlich empfangen, sondern durfte so manch spannende Geschichte auf über 1400 m ü.M. aufdecken. Damit wurde der «Dorfplatz»-Höhenrekord schon einmal geknackt - diesmal sogar als Premiere mit Filmteam.

sechs Menschen stehen vor grossem Hauseingang im Engadiner-Stil.

Bildlegende: Die SRF Musikwelle-Crew verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von der «Dorfplatz» -Woche. SRF

So klein die Unterengadiner Gemeinde auch ist, so viele Geschichten hat sie doch zu erzählen. Sent - das Dorf der randulins, sturnels und prassels. Hier, wo Jäger einen Esel mit einem Hasen verwechselten, wo ein Künstler von Welt einen Skulpturenpark errichtete und die Einwohner gerade mal 3 km weiter fahren, um dort Campingferien zu geniessen. Hier durfte unser Team während einer Woche ihre Zelte aufschlagen, oder besser gesagt ein schmuckes Engadiner- Haus mit direktem Blick auf die Plazza Communala (Dorfplatz) beziehen.

Das «Dorfplatz»-Team blickt zurück

    • Ein Kamermann, eine Reporterin und ein Interviewpartner unter einem Regenschirm.

      Bildlegende: Fränzi Haller trifft in Sent den Künstler Not Vital. SRF

      Fränzi Haller (Projektleiterin/Redaktorin/Moderatorin)

      Dies ist bereits das dritte «Dorfplatz»-Projekt, welches ich umsetzen durfte und ich bin nach wie vor begeistert. Gemütlichkeit wird in Sent gross geschrieben. Es gab so viele tolle Begegnungen diese Woche. Besonders fasziniert hat mich der Künstler Not Vital. Bis kurz vor dem Interviewtermin war nicht klar, ob er überhaupt Zeit dazu findet. Als es dann doch geklappt hat, war ich fasziniert von diesem Mann von Welt, der ein wenig Glamour in die Unterengadiner Gemeinde bringt.

      Zu Besuch bei Not Vital

    • Ein strahlender Radiomoderator.

      Bildlegende: Sämi Studer ist begeistert von der Stimmung auf dem Dorfplatz von Sent während der «Fiirabigmusig». SRF

      Sämi Studer (Redaktor/Moderator)

      Nebst vielen Begegnungen mit tollen Menschen war ich vor allem begeistert, wie sich die Dorfbevölkerung allabendlich zur «Fiirabigmusig» auf der Plazza Communala einfand und Schnee und Regen trotzte. Musik wird im Unterengadin gross geschrieben und dadurch durften wir auch in unseren Sendungen von einer grossen musikalischen Vielfalt profitieren. Mit den Clarabellas und der Jugendmusik waren auch viel Nachwuchsmusiker vertreten.

      «Fiirabigmusig» auf dem Dorfplatz Sent

    • Eine Frau kniet und zwei Kinder stehen neben einem Schaf.

      Bildlegende: Tina Sauter zeigt Alexandra Felder ihr Schaf Tinetta. SRF

      Alexandra Felder (Fotografin)

      Auf der Jagd nach geeigneten Fotosujets begegnete mir ein kleines Mädchen, das mir unbedingt ihr kleines Schaf vorstellen wollte. Begegnungen wie diese sind es, die mein Herz berühren, Sowieso fiel mir die herzliche Art der Senter Kinder auf, die uns Radioleuten völlig ungezwungen und offen begegneten.

    • Eine Frau mit Videokamera im Schneetreiben.

      Bildlegende: Claudia Herzog hält mit der Kamera die «Fiirabigmusig» als Video fest. SRF

      Claudia Herzog (Filmteam)

      Für den Schellenursli-Beitrag war ein Drehtermin auf der Alp angesagt. Ich muss gestehen: Bei der kurvigen Autofahrt hinauf wurde mir etwas flau im Magen. Dafür entschied ich mich spontan, nach getaner Arbeit zu Fuss wieder nach Sent hinunter zu wandern. Für mich nicht nur eine Notlösung, sondern Entspannung pur und gewiss das Highlight dieser Woche – vor allem nach dem verschneiten Auftakt am Montag.

      Zu Besuch beim «Schellen-Ursli»-Double

    • Zwei Frauen und ein Mann auf einer grossen Gartenfläche.

      Bildlegende: Manuel Rupp bei der Arbeit im Ferngarten Crushada. SRF

      Manuel Rupp (Filmteam)

      Eigenes Gemüse geniessen ohne dafür einen Finger krümmen zu müssen, diese Idee fasziniert mich. Eigentlich etwas, was viele Städter begrüssen würden. Umso überraschter war ich, es hier in Sent bei Ciglia Marti-Rauch und ihrem Gartenprojekt «Cruschada» anzutreffen. Genial, dass es auch in Randregionen wie im Unterengadin Menschen gibt, die innovativ sind und etwas wagen.

      Zu Besuch im Ferngarten von Cilgia Marti-Rauch

    • Ein Mann sitzt auf einer Bank vor einem Engadiner Haus.

      Bildlegende: Eric Dauer, der einzige Bündner im Team, hat sich in Sent ausgesprochen wohl gefühlt. SRF

      Eric Dauer (Online)

      Irgendwie gruslig und gleichzeitig faszinierend empfand ich unseren Ausflug ins Hotel Val Sinestra. Man erwartet gar nicht, dass sich weit hinten in einem abgelegenen, dunklen Tal ein solch imposantes Gebäude befindet. Ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie das Kurhotel zu seinen Glanzzeiten mit Menschen aus Nah und Fern gefüllt war. Ihr Geist schwebt noch immer durch die leeren Hallen. Apropos Geist: Schade, dass auch mir der Hausgeist Guillaume nicht begegnet ist.

      Zu Besuch im Hotel Val Sinestra