Fränzi Haller schnürt die Wanderschuhe

Fränzi Haller steht dazu: Wandern ist nicht ihre grösste Leidenschaft. Doch für den «Dorfplatz» springt die SRF Musikwelle-Moderatorin über ihren Schatten. Gemeinsam mit der Mosnanger Gemeinderätin Ruth Breitenmoser bricht sie zu einer Wanderung auf dem Toggenburger Höhenweg auf.

Unterwegs auf dem Toggenburger Höhenweg

Fränzi Haller und Ruth Breitenmoser starten ihre Wanderung in Mühlrüti. Am Nachmittag wollen sie in Mosnang eintreffen. Auf dem Abschnitt zwischen Hulftegg und Meiersalp geniesst man einen herrlichen Blick auf die Gemeinde Mosnang und die umliegenden Täler. «Das wird eine wunderschöne Wanderung, herrlich bei diesem Wetter», schwärmt Ruth Breitenmoser und rät, das Tempo den heissen Temperaturen anzupassen.

Von der Hulftegg aufs Schnebelhorn

Der Anstieg auf die Hulftegg ist angenehm, stellt Fränzi Haller erleichtert fest. Der Weg führt immer wieder durch kurze Waldabschnitte. Hier wandert man stets auf der Grenze zwischen den Kantonen Zürich und St. Gallen. Auf der einen Seite blickt man auf das hügelige und weitläufige Mosnang, auf der anderen Seite liegt einem das Tösstal zu Füssen.

Dann wird der Weg immer steiler. «Jetzt stehen wir am Fuss des Schnebelhorns», erklärt die Gemeinderätin. «Etwas höher sieht man das ganze Mosliger Tal und dahinter im Dunst den Säntis. Bei guter Sicht könnte man bis weit über den Bodensee sehen».

«  Hier oben sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht.  »

Ueli Rutz
Wanderer

Etwas später stehen die beiden Frauen auf dem höchsten Berg des Kantons Zürich, auf dem Schnebelhorn. Fränzi Haller ist ein klein wenig enttäuscht. Den Berg hat sie sich ganz anders vorgestellt, karg und viel felsiger. Doch das Schnebelhorn liegt nur 1292 Meter über Meer. Hier gibt es noch saftige Wiesen, auf denen Rinder grasen.

Auf dem Gipfel kommt man ins Gespräch mit Ueli Rutz, der sich während seiner Wanderung eine kurze Pause gönnt. «Hier oben sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht», erzählt er unter anderem. Als Kind habe er das selber beobachten können.

«Hier fürchtete ich einmal um unser Vieh»

Nach dem kurzen Schwatz hinterlassen Fränzi Haller und Ruth Breitenmoser ihre Namen im Gipfelbuch und beginnen mit dem Abstieg Richtung Meiersalp. Ein Stück Weg ist sehr schmal und fällt auf der einen Seite steil ab. Diese Passage weckt mulmige Gefühle. Der Ort erinnert Ruth Breitenmoser an einen Schreckmoment, als ihre Rinder durchbrannten und sie sie an diesem steilen Hang wieder auf sicheren Boden bringen musste.

Glücklicherweise ist dieser Abschnitt schnell überwunden und die beiden Frauen können aufatmen. Kurze Zeit später erreichen sie die Meiersalp.

Willkommen auf der Meiersalp

Die Alp wird seit acht Jahren von Mario und Ruth Breitenmoser bewirtschaftet. Er betreut als Alpsenn rund 80 Rinder und Kühe und erledigt die Arbeiten, die rund ums Haus anfallen. Sie hilft ihm dabei und führt das kleine Alprestaurant. Die Küche ist Ruth Breitenmosers Spezialgebiet. Für ihre Kochkünste wurde sie letzten Herbst ausgezeichnet. Sie holte sich den Sieg in der Sendung «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche». Ein unbeschreiblicher Moment, für den die Wirtin auch heute noch kaum Worte findet.

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Verkündung der Siegerin

4:05 min, aus SRF bi de Lüt vom 8.11.2014

Der Sieg hat auch Schattenseiten

Dieser Sieg war eine gute Werbung für die Meiersalp. In diesem Jahr sind alle Wochenenden bereits ausgebucht. Doch es gibt auch eine Schattenseite: «Nach der Sendung haben viele Leute bei uns reserviert und dann kurzfristig abgesagt», sagt Ruth Breitenmosern. Früher sei das nicht vorgekommen. Auch hätten gewisse Gäste das Gefühl, sie würden auf die Alp gefahren. Dem ist nicht so, die Alp ist nur zu Fuss oder mit dem Bike zu erreichen.

Ziel erreicht!

Zu Fuss macht sich dann auch Fränzi Haller wieder auf den Weg. Nach dem Mittagessen kehrt sie der Meiersalp der Rücken und wandert mit Ruth Breitenmoser weiter nach Mosnang. Etwas müde und abgespannt, aber überglücklich erreicht sie ihr Tagesziel. Die Wanderung auf dem Toggenburger Höhenweg wird ihr noch lange in Erinnerung bleiben. Und wer weiss, vielleicht trifft man sie bald wieder einmal beim Wandern, auf dem Toggenburger Höhenweg.

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