Jolanda Brändle gehen die Ideen für Scherenschnitte nie aus

Biobäuerin Jolanda Brändle beherrscht ein spezielles Handwerk: Unter ihrer Hand entstehen in stundenlanger Arbeit filigrane Scherenschnitte. Die kleinen und grösseren Kunstwerke erzählen erlebbare Geschichten oder entführen in eine Phantasiewelt.

Scherenschnitte – filigrane Kunstwerke

Im «Lädeli zur Schererei» in Mosnang kann man sich kaum sattsehen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Artikel, alle bedruckt mit feinen Scherenschnittmustern bedruckt: Taschenmesser, Zahnbürsten, Handyhüllen, Schirme, Küchentücher oder Gummistiefel.

Ausnahmsweise «Made in China»

Die roten Kinder-Gummistiefel mit weissen Punkten und bedruckter Borte werden in China produziert. Da ist Jolanda Brändle auf die Zusammenarbeit mit einer Kollegin angewiesen. Als Flugbegleiterin macht diese ab und zu Halt in China und schaut den dortigen Produzenten auf die Finger. Alle anderen Produkte stammen in der Regel aus der Schweiz oder aus Deutschland.

Für Handyhüllen, Kissen oder Kirschsteinsäckchen setzt sich die neunfache Mutter selber an die Nähmaschine. Auch die Rahmen zu den grossen Scherenschnitten schreinert sie selber. Das Holz dafür stammt von abgerissenen Scheunen.

Spezialwünsche als Quelle der Inspiration

Die Scherenschnittkunst ist ein aufwändiges Handwerk. Für einen Scherenschnitt in der Grösse eines A4-Blattes benötigt Jolanda Brändle etwa 20 Stunden, je nach Sujet auch mal etwas länger.

Die Hälfte ihrer Arbeiten sind Aufträge, die zum Teil ausgefallen Wünsche beinhalten: «Auf einem Sujet musste ich einmal eine Barbie schneiden und daneben ein Wasserfall». Die Umsetzung von Spezialwünschen sieht sie als Herausforderung und gleichzeitig als Inspiration für neue Ideen.

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