Wohlgensingers Ziegen sind wie Delfine

Sie planschen weder im Wasser herum noch jonglieren sie mit Bällen. Die Ziegen von Elmar und Cäcilia Wohlgensinger ziehen die Menschen aber durch ihre neugierige, aufgeweckte Art genauso in ihren Bann, wie es eben Delfine tun. Allerdings sind sie auch äusserst heikel, was ihre Pflege anbelangt.

Ziegenmilch ist gefragt. Dies war mit ein Grund, weshalb Ziegenzüchter Elmar Wohlgensinger seinen landwirtschaftlichen Betrieb ganz auf Geissen umgestellt hat. Zusammen mit seiner Frau hält er auf auf dem Mosnanger Weiler Dreien über 100 Ziegen. Hier auf 800 m.ü.M grasen seine Toggenburger Geissen, Saaneziegen und Gämsfarbige Gebirgsziegen.

Besonderes Futter für besondere Ziegen

Auf letztere ist er besonders stolz, da ihre Milch als besonders eiweiss- und fetthaltig gilt. Diese Ziegenmilch liefert Wohlgensinger jeweils in der Gourmet-Käserei Lichtensteig ab, und das zahlt sich aus. Finanziell bringt ihm die Ziegenhaltung ebenso viel ein, wie wenn er Kuhmilch produzieren würde. Bis zu 900 kg Milch liefert eine der Ziegen pro Jahr. Um diese Milchleistung zu fördern, muss man sie jedoch auch entsprechend füttern.

Um die Fresslust der Ziegen anzukurbeln, wird ihnen bis zu acht mal pro Tag belüftetes Emd und Heu gefüttert. Im Melkstand gibt es Leistungsfutter, Silage ist hingegen heikel und daher tabu.

O-Beine und Homöopathie

Auch mit der Ziegenzucht sind Wohlgensingers äusserst erfolgreich und konnten schon einige Preise ergattern – wobei bei den sogenannten Gitzischauen auch die optischen Vorzüge einer Ziege zum Tragen kommen. So kann eine Geiss der Bewertungsjury noch so schöne Augen machen – wenn sie X- oder O- Beine hat, gibt es dafür schon einmal einen zünftigen Punkteabzug. Gegen diese Schönheitsmakel lässt sich freilich nichts unternehmen. Bei kleinen Wehwechen wie einer Magenverstimmung hingegen kann ihnen Cäcilia Wohlgensinger helfen. Hier kommen dann sogar homöopathische Mittelchen zum Zug.

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