«Der Geltstag»

Jeremias Gotthelfs Spätwerk «Der Geltstag» zählt wohl nicht zu seinen berühmtesten Büchern. Thematisch ist es aber das aktuellste geblieben. Die Wirtsleute Eisi und Steffen müssen sich darin mit dem Konkurs ihres «Wirtshaus zur Gnepfi» auseinandersetzen. Dabei steht aber noch mehr auf dem Spiel.

Person blickt in leeres Portmonnaie

Bildlegende: Ebbe im Portemonnaie. colourbox

Den Verlockungen des Zeitgeists von 1840 sind die beiden Protagonisten nicht gewachsen. So kann Eisi einfach nicht «nein» sagen, weil sie es nie gelernt hat. Der Schuldenberg wird dabei immer grösser. Gotthelf scheint damit die Zustände unserer Gegenwart mit all ihren hellen und dunklen Seiten vorausgesehen zu haben.

Rund um die «Gnepfi» lässt er alle Zeitlaster zu ihrem Totentanz antreten: die Verlotterung des Rechtsbewusstseins, die Sucht nach Geld und Besitz, das Treiben der Wucherer und Juristen, die Untergrabung des Familiensinns und der Kindererziehung. So ist das Wirtshaus «Zur Gnepfi» Sinnbild eines politischen und geistigen Zustandes.

Das Hörspiel «Der Geltstag» entstand 1979 unter der Regie von Hans Gaugler und Ruedi Stalder.

Mitwirkende: Hannes Dähler (Erzähler berndeutsch), Susanna Enz (Leserin), Rudold Stalder (Leser), Susi Aeberhard (Eisi), Hans Heinz Moser (Steffen), Paul-Felix Binz (Rechtsfreund), Gertrud Demenga (Gotte), Paul Hofmann (Götti). In weiteren Rollen: Madeleine Liechti, Christine Kohler, Franz Mumenthaler, Peter Eichenberger, Hans Jakob, Alexander Marti, Fred Rauch, Kurt Zahm, Werner Kunz, Hans Wittwer, Christine Melcher, Iris Zehnder, Hans Rudolf Günther, Peter Burkhardt, Margrith Amiet, Heidi Hofer, Theres Stalder, Walter Eschler, Ernst Mischler, Paul Born, Urs Hofer, Elisabeth Müller-Hirsch, Kathrin Mumprecht, Elisabeth Schmidt

Hinweis zum Download

Der Hörspiel-Klassiker steht jeweils während eines Monats als Download zur Verfügung. Danach ist das Hörspiel nur noch über das Audio im Internet zu hören.