Hörspiel-Klassiker im Januar – «Heimisbach» von Simon Gfeller

Eigentlich wollte Simon Gfeller nur von einer «Schtubete» in einem Bauernhaus erzählen. Schliesslich entstand daraus der Roman «Heimisbach». Der allererste Roman im Emmentaler Dialekt. Er schildert Bilder und Begebenheiten aus dem bäuerlichen Leben des unteren Emmentals um 1910.

Bild in Graustufen von einem typischen Emmentaler Bauernhaus mit grossem, schützendem Dach.

Bildlegende: Emmentaler Bauernhaus in Thal (Heimisbach). Roland Zumbühl, Arlesheim

Der Name «Heimisbach» wurde vom Emmentaler Mundartdichter Simon Gfeller (1868-1943) frei erfunden. Seine Geschichte spielt in der Landschaft Dürrgraben. Zu Ehren des Schriftstellers änderte die Talschaft Dürrgraben ihren Namen offiziell in Heimisbach. Zum Hundertsten Geburtstag von Simon Gfeller, im April 1968.

Lehrer und Autor

Simon Gfeller wuchs in einfachen ländlichen Verhältnissen auf. Im Schulhaus Thal im Dürrgraben besuchte er neun Jahre lang die Primarschule. Danach absolvierte er am Seminar Hofwil bei Münchenbuchsee die Ausbildung zum Lehrer. Zuerst unterrichtete er im Dorf Grünenmatt, später während mehr als dreissig Jahren, auf der Egg in Lützelflüh.

1910 veröffentlichte Simon Gfeller sein erstes Buch «Heimisbach». Der Roman war ein Meilenstein in der Literatur des Kantons Bern, er war der erste im Emmentaler Dialekt. Mit «Geschichten aus dem Emmental» veröffentlichte Simon Gfeller 1914 sein erstes Buch in schriftdeutscher Sprache.

Die Universität Bern würdigte den Mundartdichter 1934 mit dem Ehrendoktor. Nach seinem Tod wurde Simon Gfeller neben den Gräbern von Jeremias Gotthelf und Emanuel Friedli an der Sonnenseite der Kirche Lützelflüh beerdigt.

Hörspiel-Produktion «Heimisbach»

Lesung: Rudolf Stalder
Produktion: SRF, 1987
Dauer: 52 Minuten

«Heimisbach» - alle 12 Folgen

Hinweis zum Download

Der Hörspiel-Klassiker steht jeweils während einem Monat als Download zur Verfügung. Danach ist das Hörspiel nur noch über das Audio im Internet zu hören.