Von Trubschachen nach Davos: Ziel erreicht!

Die Reise zum Eidgenössischen Jodlerfest Davos wird für Bruno Soltermann, Adrian Kernen und Thomas Röthlisberger ein besonderes Abenteuer. Die drei jungen Jodler vom Jodlerklub Trubschachen nehmen den Weg in die Bündner Berge auf je einem Einachser unter die Räder.

Unterwegs von Trubschachen nach Davos - die Bilder

SRF Musikwelle begleitet die drei Jodler vom Jodlerklub Trubschachen auf ihrer Reise ans Eidgenössische Jodlerfest Davos. Jeweils in der «Fiirabigmusg» erzählen sie von Erlebnissen, Begegnungen oder besonderen Momenten auf ihrem Weg nach Davos. Am Dienstag, um 06.00 Uhr wurde der Motor gestartet und der Weg unter die Räder der Einachser genommen.

Reisetagebuch: Von Trubschachen nach Davos

Freitag, 4. Juli 2014: «Nach unserem gestrigen Zwischenhalt in Alveneu fuhren wir unsere letzten 24 Kilometer bis Davos bei herrlichstem Sonnenschein und viel Motorenlärm. Die Vorfreude auf das Fest konnte man schon 15 Kilometer vor Davos spüren.

Als wir uns Davos näherten, trafen wir auf immer mehr Leute, die uns begrüssten. Um ca. 17.15 Uhr trafen wir dann am Ziel Davos ein und stiessen sogleich mit einem Glas Weisswein auf die erfolgreiche Reise an.

In Davos entschieden wir uns kurzerhand zu einer Dorfrundfahrt. Danach wurden die Einachser auf dem im Vorfeld reservierten Parkplatz abgestellt. Wir stellten den mitgeführten Festtisch auf und genossen unser Abendessen.

Heute Freitag fuhren wir mit unseren Einachsern noch einmal durch Davos. Der Zufall wollte es, dass wir unterwegs Tarzisius Caviezel (OK-Präsident Jodlerfest Davos) und Karin Niederberger (Zentralpräsidentin vom Eidgenössischen Jodlerverband) trafen. Sie begrüssten uns herzlich. Die Idee zur Fahrt auf Einachsern nach Davos gefiel ihnen so gut, dass sie uns sogar einen eigenen Parkplatz im Jodlerdorf anboten.

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen bedanken, die uns unterstützt und begleitet haben. Ein herzliches Dankeschön auch an die Medien, die über uns berichteten.»

Donnerstag, 3. Juli 2014: «Nach unserem gestrigen Halt in Sumvitg fuhren wir auf der verkürzten Tagesetappe nur noch bis Ilanz. Dort trafen wir wir um 20.15 Uhr völlig durchnässt bei unserer Unterkunft ein und genossen eine warme Dusche. Glücklicherweise versprach der Wetterbericht für heute wieder Sonnenschein.

Heute um 10.15 Uhr nahmen wir die letzte Etappe in Angriff. Von Ilanz über Bondaduz und Tiefencastel bis Davos. Für uns alle sehr eindrücklich war der Anblick der Vorder-Rheinschlucht. Aber wir glauben Bilder sagen mehr als tausend Worte. Im Moment gönnen wir uns in einer Gartenwirtschaft in Alvaneu ein kühles Bier.

Etwas wehmütig, zugleich aber froh, blicken wir auf die letzten Tage zurück. Die Ankunft in Davos werden wir heute Abend sicherlich geniessen und das Eidgenössische Jodlerfest mit viel Motorenlärm und Hupen empfangen. Wir sind gespannt, wie viele Leute uns erwarten werden. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle. Auch an die Menschen, die uns unterwegs begegnet sind und einzigartige Momente mit uns geteilt haben.»

Mittwoch, 2. Juli 2014: «Die gestrige Talfahrt vom Sustenpass Richtung Wassen gelang uns hervorragend. In Wassen angekommen, machten wir sogleich einen Tankstopp. Danach fuhren wir die Schölenenschlucht hinauf in Richtung Andermatt. Ankunft um 20.15 Uhr. Müde, nach elf Stunden Fahrt, freuten wir uns auf die Übernachtung im 'Schwarzen Bären'.

Nach einem ausgiebigen Frühstück waren heute Morgen bei den Einachsern zuerst einmal Servicearbeiten angesagt: Tanken, Ölstand vom Motor und Getriebe kontrollieren. Etwa um 11.00 Uhr nahmen wir die Steigung auf den Oberalppass in Angriff. Trotz schlechtem Wetter trafen wir um 13.00 Uhr auf der Passhöhe ein. Nach dem Mittagessen ging die Fahrt Richtung Sedrun weiter. Nach einem Zwischenstopp in Sumvitg führt unser Weg weiter nach Ilanz, wo unsere zweite Etappe nach einem verregneten Tag endet.»

Dienstag, 1. Juli 2014: Dienstag, 1. Juli 2014: «Heute morgen um 05.00 Uhr ging es für uns los! Wie geplant konnten wir heute Morgen kurz nach 06.00 Uhr mit unseren Einachsern in Trubschachen starten. Wir waren sehr erstaunt, dass viele Kollegen und Bekannte vor Ort waren, um uns zu verabschieden. An dieser Stelle ein grosses Merci an alle, die uns unterstützen!

Auf der Fahrt zu unserem ersten Etappenziel nach Andermatt stieg die Freude stetig. Das gute Wetter mit Sonnenschein liess uns gut vorankommen. Wir werden heute sicher noch in Andermatt nach einem 'Gliiger' suchen.

Im Moment sind wir auf Sustenpasshöhe und freuen uns darauf, das letzte Teilstück von heute in Angriff zu nehmen. Auf der Fahrt auf den Susten begegneten wir sogar einem 'uhueren Murmeli', das uns den Weg versperren wollte. Auf der ganzen Fahrt haben wir unterwegs viele positive Rückmeldungen erhalten. So, nun wollen wir noch schnell etwas Warmes trinken und das letzte Stück der Reise in Angriff nehmen.»

Montag, 30. Juni 2014: «Heute ist der letzte Tag unserer Vorbereitungen für die Fahrt ans Eidgenössische Jodlerfest Davos. Wir haben das Benzin gemischt, Werkzeuge und Ersatzteile geladen. Das Material für den Umzug ist auf dem Anhänger verstaut. Die Einachser geschmiert und mit Blumen geschmückt. Nach einem grossen Bremstest bei den Einachsern sind wir die Route von Trubschachen nach Davos noch einmal durchgegangen.

Heute Abend haben wir noch Hauptprobe mit dem Jodlerklub. Wir werden in der Kirche und in der Turnhalle unseren Auftritt mit dem Lied 'Häb Fröid am Läbe' von Ernst Sommer feinjustieren. Die Aufregung wächst. Nur noch 12 Stunden bis es los geht! Wir haben viele positive Kommentare erhalten und sind gespannt, wer uns morgen verabschiedet. Jetzt hoffen wir nur noch auf schönes Wetter und gutes Gelingen!»

Vorgeschichte

Bruno Soltermann, Adrian Kernen und Thomas Röthlisberger haben zwei gemeinsame Hobbies: Einachser restaurien und fahren sowie jodeln. Aus einem Jux heraus ist vor drei Jahren die Idee entstanden, das eine mit dem anderen zu verbinden.

Die drei Jodler aus dem Emmental fuhren mit ihren Einachsern ans Eidgenössische Jodlerfest 2011 in Interlaken. Auf ihrer Reise von Trubschachen über Schagnau, Eriz, Grünenbergpass und Habkern nach Interlaken legten sie rund 90 Kilometer zurück.

Auf Interlaken folgt Davos

Das einmalige Reiseabenteuer hat begeistert. Kein Wunder, wollen es die drei jungen Männer noch einmal wissen. Sie nehmen eine noch grössere Distanz unter ihre Einachser-Räder und reisen vom Bernbiet ins Landwassertal.

«  Ohni Töibi, ohni Erger u ohni Stress — aber glich geng e chli hü. »

Thomas Röthlisberger

Die Tagesetappen

  • Tag 1: Trubschachen, Schüpfheim, Sörenberg, Glaubenbielenpass, Giswil, Brünigpass, Meiringen, Innertkirchen, Sustenpass, Wassen, Andermatt
  • Tag 2: Oberalppass, Disentis, Ilanz, Laax, Bonaduz
  • Tag 3: Thusis, Tiefencastel, Davos