Auf den Spuren von «In the Mood»

Das swingige «In the Mood» gehört wohl mit zu den bekanntesten Nummern des legendären Bigband-Leaders Glenn Miller. Dabei stammt der Titel nicht aus seiner Feder. Die Herkunft der berühmten Melodie ist umstritten. Es gibt aber einige Hinweise darauf. Einen davon wird Jürg Moser heute lüften.

Wingy Manone und seine Trompete

Bildlegende: Wingy Manone kam am 13. Februar 1900 in New Orleans zur Welt. Nach einem Unfall trug er seit seiner Kindheit eine Armprothese. ZVG

Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs wurde Glenn Millers Version von «In the Mood» zum Welthit. Vor allem der markante Saxophon-Abschnitt geht sofort ins Ohr. Genau dieser berühmte Teil wurde schon 1930 auf Schallplatte gepresst. Der amerikanische Jazztrompeter, Sänger und Bandleader Wingy Manone verewigte das berühmten Riff auf der Platte «Tar Papers Stomp» - leider erfolglos.

Verzicht auf das Urheberrecht

Allerdings ist auch bei Manone nicht sicher, ob er der ursprüngliche Komponist ist. Wahrscheinlich hat er selbst sich ebenfalls dazu inspirieren lassen. Fakt ist, dass ganz viele Musiker davon angetan waren. Nebst Glenn Miller verwendete auch Fletcher Hendersons das Riff in seiner Aufnahme «Hot and Anxious» von 1931. Die offiziellen Arrangeure und Komponisten von «In the Mood» sollen Wingy Manone sogar dafür bezahlt haben, dass er auf das Urheberrecht verzichtet.Glenn Millers «In the Mood» schaffte den Siegeszug durch die internationalen Hitparaden.

Bei «Time to Swing» gehen wir zurück zu den Ursprüngen und bringen mit Manones «Tar Papers Stomp» eine wahre Trouvaille des Swing zum Vorschein. Ausserdem weckt Jürg Moser in seiner Sendung Erinnerungen an Henri Salvador. Der beliebte französische Chansonnier verstarb am 13. Februar 2008.

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