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Eurovision Song Contest Die magische 8 des ESC

Sie steht für Unendlichkeit, Harmonie und weises Handeln – der Zahl 8 werden durchwegs positive Eigenschaften zugeschrieben. A Der Schweiz brachte sie 1988 zusammen mit Céline Dion doppeltes Glück am Eurovision Song Contest. Andere 8er-Jahre brachten aber ebenso bemerkenswerte Sieger hervor.

Es war ein Krimi sondergleichen, als Céline Dion mit «Ne partez pass ans moi» für die Schweiz antrat. Mit nur gerade einem Punkt Unterschied zu Sott Fitzgerald (UK) blieb ihr Sieg bis zur letzten Minute eine Zitterpartie. Mittlerweile gilt «Ne partez pas sans moi» dank Célines weltweitem Ruhm als einer der bekanntesten Songs der Eurovision Geschichte.

Ein Schlaflied gewinnt 1958

Eher in Vergessenheit geraten ist hingegen der Siegertitel von 1958. Damals gewann André Claveau mit seiner romantischen Ballade «Dors mon amour» den Contest erstmals für Frankreich. Ganz im Stil der damaligen Zeit trug Claveau seinen Beitrag in einem klassischen Anzug mit Fliege und etwas steif und zugeknöpft vor. Dies sei ihm aber verziehen, denn die Bühne liess damals nicht viel Platz übrig um sich zu entfalten.

Sinnfreies «La La La» 1968

Auch zehn Jahre später liess die Bühne noch keinen Freiraum für ausufernde Tanzeinlagen samt Pyrotechnik übrig. Massiel lieferte damals für Spanien 1968 den bis dato wohl einfallslosesten Text eines Siegertitels. Dennoch, oder vielleicht sogar deshalb, schaffte sie es mit «La la la» in den Köpfen des Publikums festzusitzen.

Disco-Feeling 1978

Welch Glück für Israel, dass die Bühne 1978 etwa auf die zehnfache Grösse der anfänglichen ESC-Variante angewachsen war. Ansonsten hätte ihr Beitrag «A-Ba-Ni-Bi» von Izhar Cohen mit Alphabeta wohl kaum aufgeführt werden können. Die sechs Interpreten überzeugten nicht nur stimmlich, sondern auch mit einer kleinen Choreographie im Disco-Stil und waren damit wegweisend für die weiteren Performances am ESC. Im darauffolgenden Jahr konnte Israel den Sieg mit «Hallelujah» von Milk & Honey gleich noch einmal wiederholen.

Transgender mit Diva-Allüren 1998

1998 war es erneut Israel, welches beim ESC diesmal mit Dana International nicht nur siegte, sondern auch für einen Skandal sorgte. Zum ersten Mal in der ESC-Geschichte gewann eine Transsexuelle den Wettbewerb. Aber die Zeit war reif dafür und «Diva» sollte zu einem der beliebtesten Siegertitel aller Zeiten werden.

Eisige Pirouetten 2008

Russland hatte es in der ESC-Vergangenheit seit seiner ersten Teilnahme 1994 immer wieder geschafft sehr gute Resultate zu erreichen. Der erste Sieg gelangt allerdings 2008 mit Dima Bilan und «I believe». Dafür wurde gleich noch der erfolgreiche Eiskunstläufer Evgeni Plushenko engagiert, der zu Bilans Gesang seine Pirouetten auf einer kleinen Eisfläche drehte, die nicht grösser war als die ESC-Bühne von 1958.

Schweizer ESC-Flaute 2018

Eigentlich wäre es schön gewesen 2018, nach genau 30 Jahren wieder einen ESC-Sieg für die Schweiz verbuchen zu können. Mit dem Scheitern von ZIBBZ mit «Stones» bereits im Halbfinale wurde dieser Traum leider zunichte gemacht.