Louis Menar: Musik war sein Leben

Der Glarner Entertainer Louis Menar ist nach kurzer schwerer Krankheit in der Nacht auf Dienstag gestorben. Er wurde 74 Jahre alt. «Mit Louis Menar verliert die Schweiz einen beliebten und profilierten Unterhaltungsmusiker», sagt Musikredaktor Jürg Moser.

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Letzter Fernsehauftritt von Louis Menar

2:40 min, aus Samschtig-Jass vom 7.6.2014

Erst im August dieses Jahres war Louis Menar noch zu Gast bei Leonard in der «Hit-Welle». Der Glarner Entertainer hat sein neues Album «Musig isch mis Läbe» vorgestellt. Ein Albumtitel, der Leben und Wirken von Louis Menar auf den Punkt bringt und so zum besonderen Vermächtnis wird.

«Eine Stimme wie Heintje»

Schon als Kind fällt Louis Menar mit seiner Gesangsstimme auf und wird mit Heintje verglichen. Kein Wunder wird er immer und überall gebeten etwas vorzusingen. Bei privaten Anlässen ebenso wie in der Schule oder beim Männerchor. Der Stimmbruch verändert zwar die Stimme, setzt der Leidenschaft für Musik aber kein Ende. Louis Menar nimmt Gitarre- und Akkordeonunterricht und entwickelt sich musikalisch immer weiter. Dass er den grössten Teil seines letzten Albums selber eingespielt hat, zeugt von seiner musikalischen Vielfalt.

Musikalisches Dankeschön

Mit Louis Menar verbindet man unweigerlich den Erfolgstitel «Müeti, mis Müeti». «Meiner Mutter habe ich viel zu verdanken», sagte Louis Menar im August gegenüber SRF Musikwelle. Der ihr gewidmete volkstümliche Schlager sei seine Art, Danke zu sagen.

Die Schweizer Unterhaltungsmusik verliert mit Louis Menar einen versierten Entertainer, die SRF Musikwelle einen langjährigen Freund. Die gegenseitige Freundschaft manifestiert sich unter anderem im volkstümlichen Schlager «D'Musigwälle isch en Hit».

In lebendiger Erinnerung bleibt der vitale und fröhliche Vollblutmusiker auch dem «Samschtig-Jass»-Publikum. In der Sendung vom 7. Juni 2014 gab Louis Menar in der Sendung das «Glarner Zigerlied» zum Besten.