Fantasy machen auf Modern Talking

Wer die frühen Videos von Fantasy ansieht, denkt unweigerlich an Modern Talking. In der Tat war das vor bald zwanzig Jahren die Masche der beiden. Sie versuchten als Double – leider erfolglos – einen Hit zu landen. Mit ihrem neusten Album rollen sie die Vergangenheit jedoch wieder etwas auf.



Fantasy sehen aus wie Modern Talking in den 1980er-Jahren

Bildlegende: Frisur passt! Freddy und Martin ganz im Look von Modern Talking – leider erfolglos. zvg

Keine Sorge – Freddy und Martin lassen die peinlichen Outfits und langen Dauerwelle-Frisuren von damals getrost beiseite. Ein wenig auf die Spuren von Modern Talking begeben sie sich dennoch, und lassen bei Dieter Bohlen produzieren. Ein Novum in mehrfacher Hinsicht, denn die letzten acht Alben stammen alle aus der eigenen Feder des Schlagerduos.

«  Der Reiz unsere Songs einmal von jemand anderem komponieren zu lassen, war gross »

Fantasy

Musikalisch feiern die beiden bald Silberhochzeit. Heute füllen sie ganze Konzerthallen. Über Jahre hinweg klapperten Martin und Freddy jedoch kleine Kneipen ab um dort auftreten zu dürfen. Erst durch Andrea Berg gelang ihnen der grosse Wurf. Diese engagierte Fantasy als Vorgruppe für ihre Tourneen. So konnten sich Fantasy schnell eine Fanbasis aufbauen.

Bohlen streckte seine Fühler aus

Auch Popgigant Dieter Bohlen blieb das Schlagerduo nicht unbemerkt. Seit ihrem Durchbruch mit «Endstation Sehnsucht» beobachtete er Martin und Freddys Karriere. Bei einem Konzert seines Schützlings Andrea Berg, an dem auch Fantasy auftraten, kam es dann zur entscheidenden Begegnung. Mit «Freudensprünge» liegt nun die erste von Bohlen produzierte Fantasy-Scheibe vor.

«Freudensprünge» klingt kommerziell

Sie klingt, wie man es nicht anders erwarten konnte, natürlich sehr nach Bohlen: Locker, süffig und bisweilen etwas austauschbar. Andrea Berg oder die Amigos hätten die Songs genauso singen können. Den Fans dürfte es dennoch gefallen, denn Fantasy klingen definitiv etwas moderner.

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