Herzkribbeln dank Monja

Als Diskotheken noch Mangelware waren, trafen sich die Jugendlichen zu Tanzanlässen im Dorf oder der Stadt. Tanzbands wie Monja sorgten damals für den Sound der Verliebten und trieben mit ihren Cover-Versionen aktueller Hits nicht nur die Stimmung im Saal, sondern auch das Kribbeln im Bauch voran.

Die erste Nummer 1 der offiziellen Schweizer Hitparade war 1967 der Titel «Monja» von Roland W. Die Nummer war so populär, dass sich die Tanzband Monja aus dem Kanton Freiburg gleich selber so taufte. Sie galten über Jahre hinweg als eine der gefragtetsten Coverbands der Schweiz. Dafür mussten sie aber auf Trab sein.

Immer am Puls der Zeit

Sobald ein Titel gefragt oder gar in der Hitparade war, besorgten sie sich die entsprechende Single und spielten die Cover-Version bei der nächsten Gelegenheit live nach.

Pro Jahr lagen durchaus 70 Auftritte drin – manchmal sogar drei nacheinander an einem einzigen Wochenende. Der Erfolg bestand sicher auch darin, dass es in den 1960er- und 1970er- Jahren nicht so leicht war, aktuelle Hits zu hören. Entweder wurden sie im Radio gespielt oder man musste sie sich selber kaufen – was natürlich entsprechend kostspielig war.

Heute klingt es besser

Musikalisch wurde damals noch alles handgemacht. Bandleader Paul Klaus schwärmt dennoch von der heutigen Technik. Mit einem Keyboard lassen sich locker zwei Musiker ersetzen und alles klingt erst noch viel professioneller und harmonischer.

Die Band Monja wurde 1990 aufgelöst. Paul Klaus gründete im Anschluss daran die Comeback Band. Im Februar 2017 trafen sich ehemalige Mitglieder beider Formationen und feierten gemeinsam das 50-jährige Jubiläum.

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