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Schlager unter der Lupe Kurioses um «Heidi»

Trotz Verhinderungs-Taktik der Medien wurde das Titellied Heidi zur Fernsehserie ein Riesen-Erfolg. In den grossen Unterhaltungsshows durften damals weder Geigen erklingen noch gejodelt werden. Das Lied wurde trotzdem über 20 Millionen Mal verkauft.

Komponist Christian Bruhn bekam 1977 den Auftrag, für die Fernsehserie Heidi ein Titellied zu komponieren. Allerdings wollte ihm der Fernsehsender vorschreiben, wer das Lied singt. Er widersetzte sich und nahm das Lied stattdessen mit dem jüngeren Duo Gitti und Erika auf. Mit Erika war Bruhn damals verheiratet.

Dank der Kinderserie wurde das Lied «Heidi» über 20 Millionen Mal verkauft. Es wäre wohl noch erfolgreicher gewesen, hätten Gitti und Erika in einer der grossen Unterhaltungsshows wie «ZDF Hitparade» oder die «Lustige Musikanten» auftreten dürfen. Damals gab es aber klare Vorschriften für diese Sendungen: Keine Geigen, kein Jodel. «Aus heutiger Sicht ist das lächerlich», meint Schlagerexperte Roger De Win.

Neue Mitkomponistin nach 30 Jahren

1977 ist Christian Bruhn als alleiniger Komponist beim Lied «Heidi» aufgeführt. 30 Jahre später erscheint bei der Komposition auch der Name Erika – Jahre, nachdem sich das Paar scheiden liess. Bruhn schreibt dazu in seiner Biographie:

«Am Text von ‹Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge› ist Erika alles andere als unbeteiligt, nur steht ihr Name, wie es manchmal so geht, nicht auf der Platte. Das Leben ist hart. Nunmehr doch: Ich habe die Urheber-Beteiligung zugunsten Erikas geändert.»

Erica oder Erika?

Eine weitere Kuriosität rund um das Lied «Heidi» ist die Schreibweise von Erikas Namen. In den 70er-Jahren schrieb sich Erika noch mit c. 1989 stieg Erika beim Duo aus und Gitti suchte sich eine neue Partnerin. Das neue Duo entschied sich, Erika neu mit k zu schreiben. Obwohl nur zwei Jahre später wieder die «Original-Erica» ins Duo zurück kam, wurde die Schreibweise mit k beibehalten.

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Im «Schlagermosaik» nimmt Roger De Win jeden Montag einen Schlagertitel unter die Lupe und bringt interessante Fakten ans Licht.

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