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Altes Handwerk Quer durchs Holz in der Sägerei

Heute spucken moderne Sägewerke mehrere Bretter gleichzeitig aus – fast im Sekundentakt. Früher wurde für das Sägen eines fünf Meter langen Brettes eine Viertelstunde benötigt. Die Antriebsenergie lieferte ein Wasserrad. Einblick in die Maschinerie von früher gibt eine Sägerei auf dem Ballenberg.

Sägeblatt der 115 Jahre alten Sägemaschine sägt durch den Baumstamm.
Legende: Je nach Holzart, Schnitthöhe und Schärfe des Sägeblattes dauert es 10 bis 30 Minuten, bis sich das Stahlblatt durch den Holzstamm gefressen hat. SRF

Die Sägerei im Freilichtmuseum Ballenberg entstand etwa im Jahr 1841 in Rafz. Die Antriebsenergie liefert ein Wasserrad. In mehreren Schritten wird die Energie auf das Sägegatter übertragen. Dort sägt das gezahnte Stahlblatt den Holzstamm.

Von Aussen gesehen leistet die Maschine die ganze Sägearbeit. Aber in einer Sägerei zu arbeiten ist schweisstreibend. Zu den Aufgaben gehört das Entrinden des Rundholzes sowie das Herumwuchten und Aufeinanderschichten der Bretter. Auch das Schleifen der Sägeblätter gehört dazu. Nach vier bis fünf Halbtagen müssen diese bereits neu gschliffen werden.

Portrait von Hans Nyffenegger.
Legende: Hans Nyffenegger ist einer der Ballenberg-Säger. SRF

Das Handwerk im Blut

Hans Nyfenegger ist gelernter Säger und stammt aus einer Säger-Dynastie. Er kennt die 115 Jahre alte Einfachgattersäge bestens und nimmt sie jeden Frühling wieder in Betrieb. Er hat viele Handgriffe im Gespür. Er hört zum Beispiel, wieviel Vorschub er beim Sägen geben muss.