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Unspunnen 2017 Glasierte Rüebli zur Unspunnen-Auftischet

Als Vorstandsmitglied des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands leitet Elisabeth Kurth auch das Projekt Unspunnen-Auftischet im Kursaal Interlaken. Einen Teil der Vorarbeit überlässt sie Sämi Studer. Der SRF Musikwelle-Moderator rüstet und schnipselt ein halbes von 43 Kilogramm Rüebli.

Legende: Video Sämi Studer beim Rüeblischneiden abspielen. Laufzeit 03:41 Minuten.
Aus Radio SRF Musikwelle vom 28.08.2017.

In «Stäbleni» geschnitten sollen die Rüebli heute Abend im Kursaal Interlaken als Beilage bei der Unspunnen-Auftischet serviert werden. Also greift Sämi Studer zu Sparschäler und Messer. Die Rüebli werden gerüstet, halbiert und in feine Streifen geschnitten. Diese Aufgabe meister der Moderator mit Bravour. «Wir nehmen dich auf bei den Landfrauen», meint Elisabeth Kurth anerkennend.

Zuvor erklärt die leidenschaftliche Landfrau und Köchin noch, wie die Rüebli später zubereitet werden, damit sie fein glasiert auch ein Augenschmaus sind. «Dafür gibt man in eine grosse Bratpfanne Zucker und Alpbutter. Nachdem die Masse leicht caramelisiert ist, gibt man die Rüebli dazu und lässt sie ohne weitere Flüssigkeitszugabe garen.»

Nebst Gemüse hat Elisabeth Kurth auch einen Prospekt der ökonomisch gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern mitgebracht: «Rüeblisalz gegen Foodwaste». Das Projekt zeigt, dass aus einem Abfallprodukt wie abgeschälten Rüebli-Spänen eine durchaus würzige Sache entstehen kann.

Landfrauen und Bäuerinnen

Als Vorstandsmitglied des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands setzt sich Elisabeth Kurth für allerlei Anliegen ein: soziale, wirtschaftliche und politische. Diese Woche präsentiert sich der Verband im Rahmen der «Auftischet» am Unspunnenfest in Interlaken.

«Eine Landfrau ist eine Bäuerin ohne Hof», erklärt Elisabeth Kurth in wenigen Worten den Unterschied zwischen Landfrau und Bäuerin und liefert dazu eine kurze Anekdote. Während ihrer Ausbildung zur Bäuerin hätten die Expertinnen bei der Abschlussprüfung gemeint, es wäre schon langsam an der Zeit, dass auch sie unter die Haube käme. «Fräulein Wüthrich, wollen sie einen Bauern heiraten oder privat?», sei sie gefragt worden. Etwas perplex und geschockt habe sie nur geantwortet: «Einen Mann.» Damit sei das Thema vom Tisch gewesen.

Landfrauenküche

Landfrau Elisabeth Kurth ist auch eine leidenschaftliche Köchin. Sie liebt die überlieferten traditionellen Gerichte und mischt ihnen auch gerne eine innovative Note bei. Dabei liegt der Fokus immer auf saisonalen und regionalen Produkten, am liebsten solche aus dem eigenen Garten.

Gekocht wird auch am Unspunnenfest in Interlaken. Zusammen mit der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft sorgen die Landfrauen mit den Unspunnen-Auftischet für einen kulinarischen Erlebnisabend im Kursaal. Beim guten Ruf der Landfrauenküche erstaunt es kaum, dass das Bankett mit dem Besten von Berg und Tal bereits ausgebucht ist.

Alphirten und Landfrauen

Der Montag am Unspunnen 2017 steht ganz im Zeichen der Alphirten und Landfrauen. Am Bauernmärit präsentieren rund 40 Stände Handwerk, Köstlichkeiten und Spezialitäten der Region. Am Abend steht dann der Unspunnen-Auftischet als kulinarischer Höhepunkt auf dem Programm.

«1 Gast – 6 Fragen»

Am Unspunnenfest in Interlaken begrüsst SRF Musikwelle im mobilen Studio jeden Vormittag einen Gast im Pavillon auf dem Schweizer Platz. Teil der zweistündigen Sendung ist die Rubrik «1 Gast – 6 Fragen». «Schwär wie verruckt», lautete zum Beispiel Elisabeth Kurths knappe Antwort auf die Frage «Der Unspunnenstein ist...?»

Legende: Video «1 Gast – 6 Fragen» mit Elisabeth Kurth abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Radio SRF Musikwelle vom 28.08.2017.