Mathias Zogg: auch mit 76 Jahren noch ein Jodler aus Leidenschaft

Mit seinem Lied «Kamerade» landete er einen grossen Hit, der Jodler, Komponist und Dirigent Mathias Zogg. Aber auch die weiteren über 100 Kompositionen werden bis heute gerne gesungen. Für seine grossen Verdienste wird Mathias Zogg in diesem Jahr mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet.

Der 76-jährige Mann steht vor einer Metalldekoration mit Hahn und dem Namenszug «Zogg».

Bildlegende: Mathias Zogg wohnt seit 1967 in St. Pelagiberg im Kanton Thurgau. SRF/Sämi Studer

Mathias Zogg wurde am 12. Januar 1939 in Chur geboren und verbrachte seine Jugendzeit in Tamins. Bereits als Kind spielte die Musik für ihn eine grosse Rolle. Er sang schon damals viel, spielte Handharmonika und war auch Mitglied einer Blasmusik. Nach dem Umzug seiner Familie kam er im Appenzellerland in den ersten Kontakt mit dem Jodeln.

Sesshaft im Kanton Thurgau

Nachdem Mathias Zogg kurze Zeit im Baselbiet wohnhaft und auch jodlerisch tätig war, lebt er seit 1967 mit seiner Frau Heidi in St. Pelagiberg im Kanton Thurgau, mit herrlichem Blick auf den Bodensee.

«  Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ‹Kamerade› ein Hit wird. »

Mathias Zogg

Von da an dirigierte er in der Ostschweiz etliche Jodelchöre und begann auch zu komponieren. Der Durchbruch gelang ihm 1980 am Jodlerfest in Gossau mit seinem Jodellied «Kamerade», unter seinen rund 100 Kompositionen nach wie vor das meistgesungene Lied.

Noch heute, als 76-jähriger, dirigiert Mathias Zogg einen Jodlerklub. Dies sei ein schöner Ausgleich zum strengen Alltag, in welchem er seine kranke Frau Heidi pflegt.

Hohe Auszeichnung

Für seinen grossen und unermüdlichen Einsatz rund um den Jodelgesang erhält Mathias Zogg den mit 20‘000 Franken dotierten Thurgauer Kulturpreis. Die Auszeichnung wird ihm am 4. November verliehen.

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