Note um Note zum Volksmusikstück

«Manchmal fliegen einem Ideen für ein Volksmusikstück einfach zu», meint Volksmusikredaktor Dani Häusler. Doch auch das Gegenteil sei möglich. Von Volksmusikkomponisten und aus eigener Erfahrung weiss er, dass man mitunter wochenlang einen passenden Schluss sucht, um ein Stück rund zu machen.

Beim Komponieren führen unterschiedliche Strategien zum Ziel. Manchmal entstehen neue Melodien beim Üben mit dem eigenen Instrument. Ein anderes Mal fliegen einem die Noten bei sportlicher Betätigung zu. Dann gibt es Komponisten, die über einem Notenblatt brüten, bis ein stimmungsvoller Melodiebogen entsteht. Das gilt wohl für alle Musiksparten – auch für die Volksmusik.

«Der kreuzfidele Sepp» liess sich Zeit

«Was sicher jeder Schreiber von Volksmusikstücken kennt, ist die Suche nach einem zufriedenstellenden Trio», so Dani Häusler. Damit gemeint sei, dass der erste und zweite Teil zwar stehe, man sich beim dritten Teil aber schwer tue.


Dani Häusler: Areggers längerer Weg zum Ziel

1:31 min, aus Musikwelle Magazin vom 24.10.2016

Von dieser Hürde habe ihm einst Altmeister Hans Aregger erzählt. Beim Schottisch «Der kreuzfidele Sepp» habe er sicher zwei Monate nach einem geeigneten dritten Teil gesucht.

Das Stück «Der kreuzfidele Sepp» hat Hans Aregger übrigens einem seiner treuen Fans gewidmet, einem Toggenburger Briefträger namens Sepp. Dieser war häufig im Schwanen in Pfäffikon anzutreffen, wenn Hans Aregger dort aufspielte.

Uraufgeführt wurde «Der kreuzfidele Sepp» dann aber in Eigenthal am Pilatus. Briefträger Sepp sei zwar anwesend gewesen, habe die Erstaufführung aber beinahe verpasst, da er ziemlich «kreuzfidel» gewesen sei.

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