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Volksmusik Von Hackbrett zu Hackbrett

Das Hackbrett kennt man sowohl aus der Küche als auch als Instrument in der Schweizer Volksmusik. Auf beiden Brettern lässt sich virtuos «hacken», mit Messer oder Klöppel. Geht es allerdings um die Klangfarbe, übertrumpft das Instrument Hackbrett das Küchen-«Hackbrättli» bei Weitem.

Grossaufnahme eines Hackbretts, auf dem mit Klöppeln gespielt wird.
Legende: Das vielsaitige Instrument trägt seit dem 15. Jahrhundert den Namen Hackbrett. SRF

«Der Name Hackbrett für das Musikinstrument geht zurück auf das gleichnamige Küchengerät», erklärt André Perler. In der Küche werde auf dem Hackbrett Gemüse oder Fleisch zerkleinert, als Instrument tauche das Hackbrett ab dem 15. Jahrhundert auf.

Der Ackli hab das hackbrett geschlagen...
Autor: Zürcher Ratsbuch von 1447

Der älteste Beleg aus der Schweiz findet man im Zürcher Ratsbuch von 1447: «Es habe sich gefüegt, das der Ackli und etlich siner gesellen me sigent zuo Nüwmerkt nachts uf des Marspachs laden gesessen und der Ackli hab das hackbrett geschlagen nieman ze lieb noch ze leid.»

André Perler sieht zwei mögliche Gründe, weshalb Küchengerät und Musikinstrument gleich heissen. Zum einen die Beschaffenheit aus Holz, zum anderen die Bewegung der Arme beim Hacken oder Musizieren.

Ein Instrument mit vielen Namen

Wesentlich älter als der Name Hackbrett ist das Instrument selber. Es ist in der gesamten europäischen Folklore verbreitet, wenn auch unter unterschiedlichen Namen. So war das Hackbrett in der Schweiz auch als Zimbal bekannt. Abgeleitet vom Lateinischen «cymbalum» und Griechischen «kymbalon» bezeichnet Zimbal ein Schlaginstrument. Den gleichen Ursprung hat auch das Cembalo.

In Holland heisst das Instrument «hakkebord», in Schweden «hackbräde», im englischen Sprachraum «hammered dulcimer» und in der französischen sowie irisch-gälischen Sprache «tympanon».

Beispiele für das Hackbrett in der Schweizer Volksmusik