Der Marsch in der Schweizer Volksmusik

Viele Schwyzerörgeli- oder Akkoredeon-Formationen spielen heute wieder vermehrt sogenannte Marsch-Lieder. Sie nutzen das Tempo und die typischen Marsch-Rhythmen und sorgen mit ihrem Gesang für eine gute Stimmung.

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Kapelle Heirassa mit dem Marsch «Erinnerung an Franz Waldvogel»

2:56 min, aus Potzmusig vom 13.7.2013

«Ein Marsch bewegt sich ungefähr im gleichen Tempo wie ein Schottisch», sagt Volksmusikredaktor Dani Häusler. Er sei aber einfacher zu spielen, da er eine gesangliche Melodie habe.

Im Innerschweizer Stil wird der Marsch häufig mit einem Bass-Solo harmonisch angereichert und mit einer Variation bestückt. Im konzertanten Sil ist er oft ausgeklügelt und muss zwingend in der Formation geübt werden.

Ein Marsch als Erklärungsstück

Der Marsch «Erinnerung an Franz Waldvogel» von Walter Grob weist mehrere typische Marsch-Attribute auf. «Im zweiten und vierten Teil hat es ein Bass-Solo», erklärt Dani Häusler. «In Ausnahmefällen gesellt sich wie bei diesem Marsch zur Verstärkung noch eine Posaune dazu. Im Trio spielen die Begleitinstrumente beim ersten Mal den typischen Triole-Rhythmus».

Auch für die Klarinette gebe es bei diesem Marsch Variationen: im ersten Teil, im vierten und schliesslich im letzten Trio. So gesehen sei der Marsch «Erinnerungen an Franz Waldvogel» mit allen Möglichkeiten ausgerüstet, die sich einer Ländlerkapelle bieten.

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