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Audio-Software Mit dieser Software werden die Hits von Morgen gemacht

Hinter vielen Songs dieser Tage steckt ein einziges Programm: «FL Studio». Immer öfters werden nämlich vor allem Hits von heute mit dieser Software gemacht. Wir kennen die Gründe, wieso gefühlt jeder zweite Produzent genau mit «FL Studio» arbeitet.

Was haben «Rockstar, Link öffnet in einem neuen Fenster» von Post Malone, «God's Plan, Link öffnet in einem neuen Fenster» von Drake, «Wake Me Up, Link öffnet in einem neuen Fenster» von Avicii und «XO Tour Lif3, Link öffnet in einem neuen Fenster» von Lil Uzi Vert gemeinsam? Nebst dem Fakt, dass diese Lieder zu internationalen Charthits wurden, verbindet sie noch etwas: Sämtliche Tracks wurden mit dem Programm «FL Studio» der Firma Image-Line produziert.

Mittlerweile ist «FL Studio» aus den Charts kaum wegzudenken. Dies hat unter anderem auch mit der Beliebtheit von Hip-Hop und Trap zu tun. Produzenten wie Metro Boomin («Mask Off, Link öffnet in einem neuen Fenster»), Lex Lugner («Blackout, Link öffnet in einem neuen Fenster») oder TM88 («XO Tour Lif3, Link öffnet in einem neuen Fenster») schwören auf die, fachmännisch ausgedrückt, «Digital Audio Workstation» (DAW) der Stunde.

Doch wieso ist es genau dieses Programm, dass die Musikmacher in ihren Bann zieht?

Die Bedienung

Verglichen mit anderen Produktionsprogrammen wie Ableton, Reason oder Logic ist «FL Studio» erstaunlich einfach zu bedienen. Wo man für andere Produktionsprogramme ein intensives Studieren des Bedienungshandbuches in Betracht ziehen muss, findet man sich in «FL Studio» schnell zurecht.
Das farbenfrohe Layout des Programms macht es einfach, sich damit auseinanderzusetzen.

Ein Beispiel dafür, dass man mit «FL Studio» (mit ein wenig Glück) Erfolg haben kann, ist der junge Produzent Tank God. Dieser hat während der Prüfungsphase seines Biologiestudiums zur Ablenkung mit der Software einen Beat gemacht — und so die Vorlage für den Überhit «Rockstar» von Post Malone geliefert.

Die Demo-Version

So sieht ein Projekt in FL Studio aus, bevor man das fertige Lied exportieren kann.
Legende: So sieht ein Projekt in FL Studio aus, bevor man es als fertiges Lied exportieren kann. Image-Line

Anders als bei anderen gängigen DAWs kann man eine fast komplette Version des Programms als kostenlose Demo-Version herunterladen. Der Haken daran: Man kann zwar den fertiggestellten Beat im mp3-Format exportieren, aber es ist nicht möglich, das Projekt zu speichern. Man kann also einen fertigen Song abliefern, aber die Anleitung dazu müsste man immer wieder neu komponieren. Dies verleitet viele Jung-Produzenten dazu, die Vollversion zu kaufen – clever!

Die Windows-Kompatibilität

Alles, was mit Video- und Audioproduktion zu tun hat, ist traditionsgemäss fest in den Händen von Apple – nicht so «FL Studio». Das Vorgängerprogramm «Fruity Loops» war nur mit einem Windows OS kompatibel. Damit gab es ein gut funktionierendes Programm, ohne dass man sich ein teures Macbook leisten musste. Damit wurde das Programm für viele zugänglich und «FL» wurde zum Produktionsprodukt der Massen.

Der Preis

Ein weiterer wichtiger Grund für die Popularität von «FL Studio» ist schlicht und einfach der Preis. Muss man für andere professionelle Produktionssoftware tief in die Tasche greifen, halten sich die Kosten für die Vollversion von «FL Studio» in Grenzen – man bezahlt nur etwa einen Fünftel im Vergleich zu ähnlichen Programmen.

Die Mischung macht's

Schlussendlich liegt der Erfolg in der einfachen Bedienung des Programms, kombiniert mit der Verfügbarkeit die «FL Studio» zum Programm der Stunde machen. Für viele Jungproduzenten war es die einzige Möglichkeit, mit einem guten Programm Musik zu kreieren. Das hat sich nun ausgezahlt, da die Hitmacher von Heute ihrer Jugendsoftware stets treu geblieben sind.