FYFE: Angenehm bouncig und abschweifend schön!

«Control», so heisst das erste Album von Paul Dixon a.k.a. Fyfe aus England. Ein Album, das sich für grosse, emotionale Gesten nicht zu Schade ist, aber sich dennoch weit entfernt von jeglichem Gesülze befindet

Fyfe

Bildlegende: Fyfe überzeugt mit seinem Debüt. Facebook

Eine Klasse für sich

Im Jetzt ist es am schönsten – und das musikalische Jetzt erlaubt das kitschfreie und -lose mischen von Musikstilen, ohne dass man für die Beschreibung gleich zum Unwort «Crossover» greifen muss. Wer verträumt in die Welt blicken will, knallt sich «Control» auf die Kopfhörer – und wer dazu zappeln will, soll sich ebenfalls durch nichts aufgehalten fühlen. Herb Süss-melodisches wird hier immer wieder von einer groovelastigen Produktion in Richtung Hüftbewegung geschoben – und das sondert den Briten von den Kollegen seines Genres angenehm ab.

Mein Fazit

Für mich als rhythmus-orientierter Musikkonsument angenehm bouncig – und doch abschweifend schön. Süss gezupfte Gitarrenlines, eine markant mittelhohe Stimme (bisschen tiefer als der Dude von Maroon 5 und überhaupt nicht nervig) und detailreiche Beats.

Bester Track für mich: «Conversation». Die Details in der Produktion - vor allem die Keys in der Strophe - ziehen mich übel rein, und lassen erst nach 4 Minuten wieder ansatzweise los.