Zum Inhalt springen

Aktuell In Memoriam: Diese grossen Musiker sind 2016 von uns gegangen

2016 wird als ziemliches Höllenjahr in die Geschichte eingehen. Kommt es uns nur so vor, oder sind dieses Jahr ungewöhnlich viele Pioniere und Kreative aus der Musikwelt von uns gegangen? An dieser Stelle wollen wir an das erinnern, das niemals sterben wird: an den Output dieser kreativen Menschen.

David Bowie († 10. Januar 2016)

David Bowie, Link öffnet in einem neuen Fenster war und ist. ⚡ und ★. Kurz nach dem Release seines 27. (!) Studioalbums verstarb der britische Jahrhundertstar an seiner bis dahin geheimgehaltenen Krebserkrankung.

Dementsprechend verworren, exzentrisch, schwer und tiefgründig kommt sein letztes Album daher: «Blackstar» (in offizieller Schreibweise: ★) vereint das Können einer unvergleichlichen Figur in einem Werk, das vom Mars bis zu den Stars reicht.

George Martin, The Beatles-Produzent († 8. März 2016)

Produzent George Martin traf die Beatles , Link öffnet in einem neuen Fensterim Jahr 1962. Seit diesem Zeitpunkt förderte und vollendete Martin viele Hits der Beatles (er war beispielsweise für die Orchesterelemente im Song «Yesterday» verantwortlich), was ihm den Titel des «fünften Beatle» einbrachte. Yesterday came suddenly.

Viola Beach († 13. März 2016)

Auf dem Weg zu einem Konzert war die britische Indie-Band Viola Beach, Link öffnet in einem neuen Fenster diesen Frühling von Schweden nach England mit dem Auto unterwegs. Das Auto der Band durchbrach die Schranken auf einer Brücke und stürzte 25 Meter in die Tiefe. Alle Mitglieder und der Manager der Band verstarben noch am Unfallort. Am Abend zuvor hatten sie einen Auftritt am schwedischen Musikfestival «Where is the Music».

Sechs Monate nach dem Tod der Band landete ihr Debütalbum auf Platz 1 der britischen Charts.

Phife Dawg, A Tribe Called Quest († 22. März 2016)

Der «Five Foot Assassin», wie er aufgrund seiner Körpergrösse liebevoll genannt wurde, war integraler Teil von A Tribe Called Quest, Link öffnet in einem neuen Fenster, einer der wichtigsten und besten Hip-Hop-Gruppen aller Zeiten.

Bevor Phife Dawg im März an Komplikationen in Folge seiner Diabeteserkrankung starb, steuerte er noch wichtige Teile – u.a. auch den Titel – zum grandiosen Tribe-Comeback-Album «We Got It From Here... Thank You 4 Your Service» bei.

Prince († 21. April 2016)

Prince Rogers Nelson war einer der begabtesten Musiker der letzten 40 Jahre. Er veröffentlichte über 40 Studioalben und wird von unzähligen Künstlern als musikalisches Vorbild genannt. Er war ein unerreichter Songschreiber von Disco-Funk-R&B-Songs, die vielfach übertanzbar sind. Oder um es in Princes Lyrics zu sagen: «I wanna be your fantasy». Er war und bleibt auch nach seinem Tod stets Fantasie und Inspiration für Neues.

Thomas Fekete, Surfer Blood († 30. Mai 2016)

Der Gitarrist der US-Indie-Band Surfer Blood, Link öffnet in einem neuen Fenster verstarb diesen Mai im Alter von nur 27 Jahren. Der Musiker litt an einer seltenen Form von Krebs. Seine Frau trauerte öffentlich um ihn und schrieb in seinem Nachruf unter anderem Folgendes:

Now, my beautiful angel, go find Bowie and jam.

Alan Vega († 16. Juli 2016)

Der Sänger der Ur-Punk-Band Suicide, Link öffnet in einem neuen Fenster starb diesen Juli im Alter von 78 Jahren. Ganze fünf Jahrzehnte war Vega mit Suicide aktiv und inspirierte dabei ganze Genres und Musikergenerationen. Im offiziellen Pressestatement, das von Alan Vegas Familie verfasst wurde, heisst es:

Alan’s life is a lesson of what it is to truly live for art. The work, the incredible amount of time required, the courage to keep seeing it and the strength to bring it forth—this was Alan Vega.

Leonard Cohen († 7. November 2016)

Anfang November verstarb Sänger und Poet Leonard Cohen, Link öffnet in einem neuen Fenster im Alter von 82 Jahren. Seine Songs waren oftmals gleichermassen Musik und Gedicht zugleich. Immer wieder wurden seine Rohdiamanten von anderen Künstlern weitergeschliffen («Hallelujah, Link öffnet in einem neuen Fenster»).

Wie schon Bowie veröffentlichte auch Cohen kurz vor seinem Tod ein ziemlich fantastisches Album («You Want It Darker»).

Cash Askew, Them Are Us Too († 2. Dezember 2016)

Cash Askew, eine Hälfte der amerikanischen Dream Pop-Band Them Are Us Too, Link öffnet in einem neuen Fenster, kam vor rund einem Monat bei einem tragischen Unfall ums Leben. Bei einem Brand in einem Party-Warehouse in Oakland bei San Francisco, Link öffnet in einem neuen Fenster war die 22-jährige Musikerin eines von über 40 Opfern.

George Michael († 25. Dezember 2016)

Als eine Hälfte von Wham!, Link öffnet in einem neuen Fenster wird uns der britische Soulsänger dank seinem Weihnachtsklassiker «Last Christmas» noch lange musikalisch erhalten bleiben. Michael war aber viel viel mehr als nur «Last Christmas»: seine fünf Soloalben sind gespickt mit Hits, die den Radio-Ewighit «Last Christmas» locker in den Schatten stellen.

Wie immer bei solchen Aufzählungen, gilt auch hier: Selbstverständlich gäbe es noch ganz viel mehr Namen zu nennen. Maurice White (Mitgründer von Earth Wind & Fire, Link öffnet in einem neuen Fenster), Rick Parfitt (Gitarrist von Status Quo, Link öffnet in einem neuen Fenster) oder Keith Emerson (Mitgründer von Emerson Lake & Palmer, Link öffnet in einem neuen Fenster) zum Beispiel. In den Herzen und Plattensammlungen von Millionen Musikfans werden auch diese Künstler und ihre Musik bis in alle Ewigkeit weiterleben.

Hoffentlich hält sich der Sensemann 2017 wieder ein bisschen zurück.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.