Noch immer etwas faul? Das gehört sich so!

Geniesse deine Neujahrs-Faulheit. Mit den besten Filmen überhaupt. Virus-Kinomann Jérôme Brunner hat dir dafür seine Besten-Liste zusammengestellt.

Martina im Bett mit Laptop

Bildlegende: Einfach liegen bleiben heute - und Filme schauen... SRF

«Fruitvale Station»

Eine spannende und berührende Geschichte - vor allem, weil sie wahr ist. Ein Polizist erschiesst einen jungen Mann, während dieser in Polizeigewahrsam ist. Pikantes Detail: Der Polizist ist weiss - der Mann schwarz und unschuldig. Eine leider sehr aktuelle Thematik.

«HER»

Wie sich Joaquin Phoenix in eine Computer-Software verliebt, hat auch uns berührt. Spike Jonzes Film «HER» ist ein wunderschön tragischer Blick in eine nicht sehr entfernte Zukunft. Die Software wird übrigens von Scarlett Johansson gesprochen. Dieser sexy Stimme könnten wir auch nicht widerstehen.

«The Grand Budapest Hotel»

Der neuste Film vom kultigen US-Regisseur Wes Anderson ist wie ein Spielhaus - bis oben vollgestopft mit Details zum Ergötzen. Das Schauspielensemble, die Geschichte, der Look. Es stimmt einfach alles.

«Mistaken for Strangers»

Dass The National gute Musik machen, ist bekannt. Die Dokumentation von Tom Berninger, dem Bruder von The National-Sänger Matt Berninger, setzt der Band nun auch ein cineastisches Denkmal. Der wohl intimste Einblick in eine Band ever. Vor allem stellt Tom die besten Fragen. Beispiel: «Wo tust du dein Portemonnaie hin, wenn du auf der Bühne stehst?»

«Nightcrawler»

Jake Gyllenhaal spielt den Videojournalisten und Soziopathen Louis Bloom. Eine grandiose Performance in einem bitterbösen und absolut grossartigen Thriller.

«The Wolf of Wall Street»

Deine Party gestern mag in deiner Erinnerung an die Exzesse aus «The Wolf Of Wallstreet» erinnern? Dann Respekt für dich. Wer Drogen, Sex und Geld lieber auf dem Bildschirm sieht, dem sei der neue Film von Meister-Regisseur Martin Scorsese empfohlen. Leo DiCaprio - so gut warst du noch nie.

«Gone Girl»

David Finchers Variante einer «glücklichen» Ehe - sackspannend, grossartige Figuren und trotz aller Bösigkeit sehr witzig. So macht Hollywood-Kino Spass!

«12 Years a Slave»

DER Oscar-Gewinner 2014 und dies völlig zurecht. Steve McQueens Film ist die dringend notwendige Aufarbeitung der amerikanischen Geschichte. Von diesem Film haben wir bis heute einen Kloss im Hals! Tipp für dich heute: Erst diesen schauen und dann zum Runterkommen «The Grand Budapest Hotel».

«Boyhood»

Bereits im Juni haben wir «Boyhood» zum besten Film des Jahres gekürt. Die technischen Hürden einer 12-jährigen Produktion, das echte Altern der Protagonisten auf der Leinwand und natürlich die berührende Coming-Of-Age-Geschichte, welche man in solch einer Komplettheit noch nie zuvor gesehen hat. Das verdient alle Preise dieser Welt. Meisterwerk.

Noch nicht genug Filme?