Pfui! Pfui! Pfui! Diese Künstler haben einfach nur geklaut

Pharell Williams und Robin Thicke haben den Rechtsstreit verloren: Ihr Song «Blurred Lines» klingt zu sehr nach «Got to Give it Up» von Marvin Gaye - sagt zumindest eine amerikanische Jury. Wir finden: Naja! Da gibt es doch noch viel eindeutigere Plagiats-Fälle...

Plagiat: Diese Musiker haben so was von geklaut!

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7,4 Millionen müssen Pharrell und Robin Thicke hinblättern, weil «Blurred Lines» anscheinend zu sehr nach dem Marvin Gaye-Klassiker «Got to Give it Up» klingt. Damit befinden sie sich in bester Gesellschaft:

Jay Z vs. Bruno Spoerri

Whuaaat?! Keine Ahnung wie Timbaland, der Produzent von Jay Z auf «On The Way» des Schweizer Jazzmusikers Bruno Spoerri gestossen ist, aber gesampelt hat er ihn allemal. Illegal. (Oh, ein Reim.) Ende 2013 hat Bruno Spoerri den Muggersohn - sorry, der musste sein - entlarvt und bei der Schweizerischen Urheberrechtsgesellschaft Suisa gemeldet. Zuerst boten die Hip-Hop-Schwergewichte nur einen Vergleich an, was Spoerri nicht zufrieden stellte. Mithilfe einer Verlegerin zog er den Prozess nun weiter - und gewann.

Vanilla Ice vs. Queen & David Bowie

Haha! Da bekommt «Gimme that bass» eine völlig neue Bedeutung: Rapper Vanilla Ice klaut das berühmte Bassriff aus «Under Pressure» von Queen und David Bowie und bestreitet es nicht einmal: «Ich stöberte durch die alten Rock-Platten meines Bruders und so kam es eben, dass ich «Under Pressure» mit Hip-Hop vermischte.» Dumm nur, dass Vanilla Ice das Sample nie angegeben hatte, somit selbst «under pressure» geriet - thöhö - und tief in seinen Geldbeutel langen musste.

Shakira vs. El Cata

El wer? Egal. Auch Shakira hat geschummelt - und zwar dreister denn je! Wäre die Veröffentlichung ihres Songs «Loca» ein Banküberfall gewesen, dann hätte die kolumbianische Sängerin die Bank unbewaffnet und ohne Maske gestürmt (mit wackelnden Hüften versteht sich), beim Herausgehen noch ein Selfie vor die Überwachungskamera gehängt und ihren Pass selbstgefällig auf den Boden geschmettert. Ja, wirklich so (!) auffällig schlecht geklaut. Und zwar beim dominikanischen Musiker El Cata. Ergo: Schadenersatz.

Andrea Berg vs. Tina Turner

Eigentlich heisst der Übeltäter ja Dieter Bohlen: Der Poptitan (übrigens: ein dämliches Wort) hat «Piraten Wie Wir» für die deutsche Schlagersängerin Andrea Berg geschrieben und dabei unüberhörbar bei der amerikanischen Rockröhre Tina Turner und ihrem Song «The Best» abgekupfert. Okay, immerhin hat er den Beat noch ein Müü verschnellert. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. #DennEsIstAllesNurGeklautEEEEEOOOOEEEOOO

The Beach Boys vs. Chuck Berry

«Surfin USA» gehört zu den Beach Boys wie Nutella aufs Brot! Das weisst du spätestens seit dem obligatorischen Musikunterricht, bei dem du den Song jedes Mal rauf und runter singen musstest. (Falls nicht: Deine Schule war nur Attrappe, Dude.) Jedenfalls stammt die Melodie in Wahrheit aus dem 1958 veröffentlichten Song «Sweet Little Sixteen» der Rock'n'Roll-Ikone Chuck Berry, welcher im Anschluss auch erfolgreich das Urheberrecht erhielt. Klarer Fall.

Ray Parker Jr vs. Huey Lewis & The News

Und jetzt alle: GHOSTBUSTERS! Tüdü dürü dürü... Dürü dürü düürü. Wetten du hast jetzt alle «Dü's» analysiert? Item. Die Filmproduzenten von «Ghostbusters» hatten ursprünglich «I Want A New Drug» des US-Rockers Huey Lewis unter diverse Szenen gelegt und ihn im Anschluss gebeten, den Hauptsong für den Streifen zu schreiben. Als diese verneinten, übernahm ihr Landsgenosse Ray Parker Jr. Mit... ähm.. Dem gleichen Song?

Fallen dir noch weitere Beispiele von dreistem Songklau ein? Sag sie uns in einem Kommentar!