So viel <3 für The Jon Spencer Blues Explosion!

Wer bodenständigen Blues-Rock mag, der ist bei The Jon Spencer Blues Explosion genau richtig. Die Jungs sind seit 25 Jahren dabei und liefern diese Woche ein neues Album ab. Wir sagen dir wie es klingt, wo du es dir am besten anhörst und welche Alben du dir diese Woche auch reinziehen solltest.

Neue Alben: Wir sind scho bitsli verliebt.

Bildlegende: Neue Alben: Wir sind scho bitsli verliebt. Colourbox

Seit 25 Jahren mischen die New Yorker mit im Musik-Zirkus. Während sich The Black Keys oder seinerzeit The White Stripes in Ruhm badeten und mit ihrem angesagten Gemisch aus Blues, Garage Rock und Punk die grossen Bühnen stürmten, blieben sich The Jon Spencer Blues Explosion treu. Sie spielen unbeirrt ihren kernigen, am Boden geblieben und direkten Sound. Wer sie einmal gehört hat, vergisst alles andere.

Für wen?

Leute die ehrliche, bodenständige Musik mögen.

Wie klingt es?

Während Frank Sinatra oder auch Alica Keys eine Glamour-Ode an New York sangen, kommen jetzt The Jon Spencer Blues Explosion und zeigen uns auf 35 Minuten die Schattenseiten ihrer Heimatstadt. In fantastischen kleinen musikalischen Porträts. Ihre Mischung aus Blues, Garage Rock, Punk und Soul spielen sie so frisch und angriffslustig, wie schon lange nicht mehr gehört.

Wo hörst du es?

Alleine zuhause und gaaaanz laut.

Er hat schon alles durch: Musikstudium schmeissen, Arbeiten im Kostümfundus der Oper in Sydney, Punk-Band... Heute ist sich der australische Scott Matthewsicher. Er steht auf melancholischen, traurigen und emotionalen Singer/Songwriter-Sound. Am Freitag erscheint sein fünftes Album «This Here Defeat».

Für wen?

Alle die Frühlingsgefühle hassen.

Wie klingt es?

Die Streicher, das dezente Gitarrenspiel und seine androgyne Stimme sind so traurig und emotional, da kaufst du dir besser schon Mal reichlich Taschentücher. Mit ihm ist es wie mit der Schokolade nach dem Abendessen: Ein «Reieli» ist ok, aber gleich die ganze Schokolade wäre too much!

Wo hörst du es?

Alleine beim Sonnenuntergang.

Wenn du Folk magst, dann magst du diese Frau: Laura Marling. Die Londonerin steckt im Folk-Kuchen wie kaum eine zweite. Sie ist die Ex-Freundin von Marcus Mumford, hat bei der Band Noah and the Whale mitgemischt und 2012 den Preis als «beste Solokünstlerin» bei den Brit Awards abgestaubt. Mittlerweile präsentiert sie ihr fünftes Album.

Für wen?

Alle, die von Singer-/Songwriter Sound mehr erwarten, als nur Gitarre, Herzigkeitness (!) und Blumenkleidchen.

Wie klingt es?

Selbstbewusst - und anders. Laura hat ihren Stil massiv ausgebaut (und die Haare saukurz geschnitten): Neben Folk gibt es auf «Short Movie» auf einmal auch Indie-Pop, Blues, Country Elemente und - man höre und staune - Sprechgesang!

Wo hörst du es?

Scheissegal wo. Hauptsache du hörst es. Denn: Immer wenn du denkst in der Musik geht nichts mehr, dann kommt Laura mit ihrem neuen Album daher.

Kendrick Lamar ist DER Rapper der Westküste der USA. Noch vor seinem eigentlichen Durchbruch als Solokünstler im Jahre 2010 wurde er im Netz derart gehypet, dass renommierte Künstler desselben Genres mit ihm zusammenarbeiten wollten. #EnoughSaid.

Für wen?

Für Funk und Neosoulgeniesser, Rapfans, Poesie-Afficionados und eigentlich für jeden Menschen der offen ist und auf gute Musik steht. Die Produktionslevels sind kosmisch hoch, der Inhalt ist fern von Rapklischees und sehr intelligent und eben auch politisch. Wenn jemand Next-Level-Rap macht, dann er (!)

Wie klingt es?

FUNKY, seelenvoll, ausgelassen und wütend.

Wo hörst du es?

Im Auto. Und zwar viel zu laut.