Ist Frauenfeld wirklich so langweilig, wie wir dachten?

Hat die Thurgauer Hauptstadt mehr zu bieten als das Openair Frauenfeld? Oder ist es da die restlichen 362 Tage einfach tot? Wir haben uns auf die Socken gemacht und sind nach Frauenfeld gefahren... Und: Dank euren Tipps haben wir ein paar richtig schmucke Ecken entdeckt.

Video:Thomas Balmer, SRF Virus.

«Gnüssed üses Läbe bis mer sterbed im Thurgaaau»

Wer kennt diesen Hit nicht? Haben wir auf der Autofahrt gehört zum Einwärmen. So... Frauenfeld, wir sind da.

Halt Nummero 1: Käptn

Der Käptn ist eine schmucke Kneipe an einem sonnigen Platz. Der bärtige, sympathische Wirt heisst Julien, hat stets ein Grinsen im Gesicht und sagt über die Bar vom KAFF (Kulturarbeit für Frauenfeld): «Den meisten Wert setzen wir auf unsere Getränkekultur: spezielle Biere und feine Limonaden. Und auf schöne Musik ab Vinyl.»

Eingerichtet im duften Sailor-Stil. Chamer geh. Ahoi Käptn!

Was man im Käptn auch findet? Eine Nähmaschine. Für den Fall, dass...

Halt Nummero 2: Graffitiwand

Frauenfeld hat seit gut drei Jahren eine öffentliche Graffitiwand, gleich hinter der Badi. Da darf auf 50 Metern Länge legal gesprayt werden. Fabrizio Hugentobler, Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport: «Vor allem am Wochenende sind viele Graffitikünstler da. An Anfang war die Bevölkerung skeptisch, aber mittlerweile kann und will man sich die Graffitiwand nicht mehr wegdenken.»

Alle Vögel sind schon da, alle Vögel alle. Dieser Kauz ziert momentan die Wand.

Halt Nummero 3: Offroad Segway

«In Frauenfeld musst du Offroad Segway fahren, haben sie gesagt. Das ist cool, haben sie gesagt.» Okay, haben wir gemacht. Und vom Coach Severin Kälin von Segway Frauenfeld gelernt: «Wir gehen hier auch mit dem Segway einkaufen, ganz klar. Ist doch viel gemütlicher als laufen.»

Wir Virüsler sahen anfänglich biz gstabig aus. Biz sehr gstabig.

Mit der Zeit wurde es besser. Und wir geben zu: Segway fetzen ist lustig.

Halt Nummero 4: Dreiegg

Das Dreiegg ist eine Bar und äussert beliebt in Frauenfeld. Es gibt Konzerte und ausgefallene Motto-Partys. Und eigene Drinks - die Barkeeperin Claudia Grau schmiss sich die blonden Haare über die Schultern und meinte: «Die Fruchtbombe trinken alle hier: frisch gepressten Orangensaft, Crushed Ice und Ginger Ale.» Aight. Probiert und für vorzüglich empfunden.

Im Dreiegg gibts neben Fruchtbomben auch Rollbrett-fressende Haie. Verrückt.

Halt Nummero 5: Back und Brau

Im Brauhaus Frauenfeld gibt's fette Burger zum Verschlingen und gefühlte hunderttausend verschiedene Biere zum Zwitschern. Normales Bier, grosses Bier, kaltes Bier und dann noch so bäumige Eigenbrauten wie Honig- oder Sommerbier.

Mein Lieblingsbier sind zwei Bier. Oder drei. Oder Pfir. Otär Pfünf.

Und das hier ist noch lange nicht alles. Danke für eure famosen Tipps, liebe Frauenfelder!

Fazit? Lassen wir die Graffitiwand sprechen...

Frauenfeld ist nicht neuerdings King. Sondern immerno King.

Wir sehen uns am Openair Frauenfeld! SRF Virus ist mit euch am Festival und liefert dir alle Bilder, Interviews und Geschichten aus der Openair-Frauenfeld-Welt hier!

Die Reise geht weiter... next stop: Bern.

Nächste Woche sind wir in der Hauptstadt auf der Suche nach den Hotspots näbem Gurtenfestival - official. Welches sind eure schmucksten Lieblinge in Bern: Lauschige Bars, geilo Restis, dufte Shops, hübsche Ecken oder bärenstarke Menschen, die coolen Stuff auf die Beine gestellt haben. Sagt es uns unten im Kommentarfeld!