Annie Goodchild: Ohren auf für diese grosse Stimme

In den Vereinigten Staaten geboren, in Basel sesshaft geworden: Annie Goodchild bricht auf ihrer ersten Solo-EP zu neuen Ufern auf und überzeugt mit Understatement. «A Random Physical Sensation» erscheint am 2. September – vorher ist Annie Goodchild für eine Livesession im SRF-Virus-Studio zu Gast.

Eigentlich ist «A Random Physical Sensation» ja Annie Goodchilds Debüt-EP. Der musikalische Werdegang der in Basel lebenden Musikerin geht jedoch schon einige Jahre weiter zurück: über 10 Jahre lang war die gebürtige Amerikanerin das Aushängeschild ihrer Band Melou.

Drei Alben und eine EP hat Goodchild mit ihrer ehemaligen (?) Band veröffentlicht – das neuste davon, «Bound», ist erst letztes Jahr erschienen.

Trotzdem sehnte sich die Sängerin mit der kolossalen Stimme Anfang 2016 wohl nach Frischluft – und gönnt sich nun mitsamt einer neuen Gruppe Musikern eine Frischzellenkur.

Ein Hall & Oates-Cover? Immer gut!

Ihren musikalischen Umschwung feiert Goodchild mit ihrer ersten eigenen EP inklusive 3 neuen Songs und einer Reggae-infizierten Coverversion vom Hall & Oates-Ewighit «Maneater». Es sei festgehalten: Wer Hall & Oates mag, ist eh auf der guten Seite.

Ebenfalls erfreulich: Obwohl Goodchild unter anderem im Soul zuhause ist und über ein zweifellos beeindruckendes Stimmorgan verfügt, sind die 3 Eigenproduktionen der EP nicht ausschliesslich darauf ausgelegt, dass sie allen zeigen kann, wie viele Oktaven und Töne sie treffen kann.

Im Gegenteil: «A Random Physical Sensation» glänzt und funktioniert mit Understatement. Die beiden herzergreifenden Balladen «Green Eyed» und «The Black Swan» klingen mehr nach Adele als nach Amy Winehouse und die erste Single «Rooster» (von der wir hier bereits geschwärmt haben) könnte locker auch als Pablo-Nouvelle-Produktion durchgehen.

«A Random Physical Sensation» erscheint am 2. September.