Zum Inhalt springen

Bandporträt Vier Alben und du kennst Peter Kernel immer noch nicht?

Peter Kernel sind eine der besten Schweizer Rockbands. Man findet das Tessiner Duo aber meistens ausserhalb des Schweizer Musikkuchens. Dieser Tage erscheint ihr viertes Album «The Size of the Night». Es ist ihr bislang bestes.

Peter Kernel, Link öffnet in einem neuen Fenster sind so unschweizerisch, dass es eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt, sie als «Schweizer Band» zu bezeichnen.

Damit ist aber keinesfalls die Tatsache gemeint, dass Sängerin Barbara Lehnhoff ihre Wurzeln in Kanada hat. Auch dass die Band ihren Lebensmittelpunkt im Tessin hat, abseits des Schweizer Musikkuchens, spielt dabei keine Rolle. Viel mehr ist es die Attitüde mit der das Duo seit über zehn Jahren Bandgeschichte auftritt.

Man veröffentlicht seine Alben auf dem eigenen Label, Link öffnet in einem neuen Fenster, begibt sich regelmässig auf umfangreiche Touren quer durch Europa und orientiert sich dabei nicht an Trends. Das alles passiert mehr oder weniger ausserhalb des Rampenlichts der hiesigen Musikszene. Wäre «sich treu bleiben» nicht so eine dermassen überstrapazierte Musikkritiker-Floskel, die man heutzutage nur noch in viertklassigen Presstexten findet, sie würde perfekt zur Band passen.

Dieser Tage erscheint das neue Peter Kernel-Album «The Size of the Night». Es ist ihr viertes und bislang bestes.

Seit ihrem ersten Album «How To Perform A Funeral» (2008) arbeiten Peter Kernel am Feinschliff ihres immer leicht dissonant und unbehaglich klingenden Indie-Rocks, der gleichzeitig an Sonic Youth, Link öffnet in einem neuen Fenster erinnert. Jetzt scheinen sie endgültig das richtige Schleifpapier gefunden zu haben.

Auch auf ihrer neuen Platte macht das Duo wieder Gitarrenmusik, die gegen den Strom geht. Kein Soundtrack für freudige, überschwängliche Partys, sondern eher für den Sprint auf den bald abfahrenden Zug – während sich irgendwo in der Ferne ein Gewitter anbahnt.

Und schlagen die beiden Tessiner dann doch versöhnliche Töne an, muss man man sich für einen kurzen Moment die Augen reiben. «Terrible Luck» ist der zarteste und zugleich schönste Song aus über zehn Jahren Peter Kernel. Eine Reise, die hoffentlich noch lange weitergehen wird.

«The Size of the Night» erscheint am Freitag, dem 9. März 2018.

Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Es wurden noch keine Kommentare erfasst. Schreiben Sie den ersten Kommentar.